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Sonntag, 30. Juni 2019, eine Woche vor meinem zweiten Start in Hamburg

Sonntag, 30. Juni 2019, eine Woche vor meinem zweiten Start in Hamburg published on Keine Kommentare zu Sonntag, 30. Juni 2019, eine Woche vor meinem zweiten Start in Hamburg

Eine Trainingsbillanz.

Die Startzeit steht fest. Am Freitag gab einen letzten Lauftest bei einem Stadtlauf in Bad Essen, der sich super gut anfühlte. In einer Woche gehe ich zum zweiten mal bei der Kurzdistanz in Hamburg an den Start. Und ich freue mich riesig darauf.

Insgesamt war das Training wenig planmäßig. Ich habe eher so mit einer Art Guerillataktik trainiert, ohne System. Allerdings habe ich diesmal eher mal ein Training ausfallen lassen, wenn mein Körper nicht ganz so wollte wie ich. Vielleicht ein Grund warum ich deutlich weniger krank war, als bei der letzten Vorbereitung. In den letzten 12 Monaten habe ich 51 Km Schwimmtraining, 900 Km Radtraining und 524 Km Lauftraining absolviert. Den Schwerpunkt habe ich eindeutig auf Laufen und Schwimmen gelegt. Radfahren spielte eine eher untergeordnete Rolle, was sich auch in meinem aktuellen Leistungsstand im Radfahren deutlich widerspiegelt.

Schwimmen
Ich habe es tatsächlich geschafft richtig Kraulschwimmen zu lernen. Ich bin in einen Triathlonverein eingetreten und bin dort sehr gut und intensiv im Schwimmtraining betreut worden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ich kann zwar noch keine 1500 Meter durchkraulen und bin auch noch nicht deutlich schneller als im Brustschwimmen, aber es wird. Im Schwimmen bin ich einen riesigen Schritt vorwärts gekommen.
Was ich aber wieder nicht gemacht habe: Eine Freiwassereinheit VOR dem Wettkampf. Es war einfach keine Zeit und keine Gelegenheit. Ich hoffe sehr, dass mir das in der Binnenalster nicht wieder zum Verhängnis wird.

Radfahren
Wenig Zeit auf dem Rad. Ich war beruflich bedingt viel unterwegs, da konnte man nicht immer ein Fahrrad mitschleppen. Die Folge war wenig, also sehr wenig Training auf dem Rad. Immerhin bin ich auch in den Wintermonaten geradelt. Eine neue Rolle mit Direktantrieb und eine Anmeldung auf Zwift haben viel dazu beigetragen. Insgesamt habe ich jedoch das Gefühl mich auf dem Rad verschlechtert zu haben. Die 40 Km in Hamburg werde ich sicherlich gut über die Runden bringen, aber eine gute Zeit erhoffe ich mir in dieser Disziplin nicht.

Laufen
Auch hier hat der Eintritt in den Verein große Fortschritte bewirkt. Neben langen Läufen gab es hier viele Intervalltrainings (Im Winter sogar auf einer Indoorlaufbahn), die eine deutliche Verbesserung der Pace bewirkt haben. Am Freitag der Stadtlauf über 10 Km hat sich sehr gut angefühlt und verlief trotz hoher Temperatur sehr gut. Ich bin guter Dinge, dass der Lauf in Hamburg diesmal nicht in einer Katastrophe endet.

Insgesamt also alles bestens. Aber auch in diesem Jahr gilt: Egal wie es läuft, die Atmosphäre in Hamburg ist einfach nur toll und allein dafür lohnt sich der Start dort.

#swimbikerun #triathlon #WTShamburg #kurzdistanz #olympicdistance #goal2019 #tri2be #triitfit #überwindedeinlimit #beiron

Langes Wochenende 20. bis 23. Juni 2019

Langes Wochenende 20. bis 23. Juni 2019 published on Keine Kommentare zu Langes Wochenende 20. bis 23. Juni 2019

Hier gehts grad nur Wochenweise voran. Viel unterwegs, viel zu tun. Aber alles mit Spaß. Es fehlt einfach nur die Zeit es hier nieder zu schreiben.

Vor dem langen Wochenende mit Feier- und Brückentag, war ich diese Woche zum erstmal in einem Prüfungsausschuss tätig. Man stellt sich das ja selbst immer total einfach vor, den Prüflingen mal eben ein paar Fachfragen zu stellen, aber das ist es ganz und gar nicht. Es braucht eine sehr gezielte Vorbereitung. Insbesondere dann wenn man selbst vor kurzem selbst auf der anderen Seite gesessen hat und es mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser machen möchten. Ich bin gespannt wie sich diese Tätigkeit weiterentwickelt.

Danach dann das erwähnte lange Wochenende. Ich verbrachte es ganz entspannt in einem „Schatöchen“ in der Champagne in Frankreich.
Freunde haben im letzten Jahr dort zu einer besonderen Feierlichkeit eingeladen. Und weil diese Location so unglaublich schön war, haben einige Teile der damaligen Festgesellschaft beschlossen, dort noch einmal gemeinsam ein paar Tage zu verbringen.

Das Schloss ist wirklich ein Schloss. Einst war es der üppige Landsitz eines hohen Offiziers, später ein Altersheim, und dann kaufte es ein sympathischer Niederländer, um es für Gäste herzurichten. Man kann dort mit Gruppen zwischen 20 und 30 Personen wohnen. Es gibt einen Pool im Garten, einen Billardtisch und einen Flügel für musikalisch Begabte im Gesellschaftszimmer, eine gut ausgestattete Küche und märchenhafte Schlafräume.

Die Tage an diesem Ort sind einfach: Ausschlafen, Frühstücken, etwas spazieren oder ein paar Schwimmzüge im Pool, Seele baumeln lassen, in der Sonne dösen, Abendessen. Das und viele schöne Gespräche. W-Lan nur in einem bestimmten Zimmer, sonst eher etwas abgeschnitten von der Welt. Der perfekte Kurzurlaub.

Und das beste: Es ist wirklich erschwinglich. Vier Tage in einem Luxushotel wären deutlich teurer gewesen. Man muss wirklich kein Millionär sein, um hier ein paar Tage verbringen zu können.

„Schatöchen“ im Grünen.
Auch von innen durch und durch Chateau.
Die Besitzer haben alles was ging so belassen wie es ist. Keine unnötigen „komfortbedingten“ Umbauten. Der Erhalt von Chateau-Charme hat oberste Priorität.

Nach soviel Erholung kann nun das nächste große Highlight für dieses Jahr kommen. Nur noch zwei Wochen bis zum zweit Kurzdistanz beim Triathlon in Hamburg.
Ich bin schon mächtig aufgeregt. Am kommenden Freitag gibt es einen letzten Formtest bei einen 10km-Städtelauf. Zwei Schwimmeinheiten und eine Radeinheit sind diese Woche noch auf dem Plan. Danach schonen für den Wettkampf.
Insgesamt fühle ich mich etwas fitter und besser vorbereitet als im vergangenen Jahr. Und das wo ich für diesen Triathlon ohne konkreten Plan trainiert habe. Ich bin gespannt wie es läuft.

#wmdedgt 06/2019

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Der 5. Tag im Juni. Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Die schöne Initiative von Frau Brüllen. In ihrem Blog erfährt man übrigens an jedem 5. des Monats was ganz viele andere eigentlich so den ganzen Tag machen.

05:15 Uhr
Wecker. Gestern Abend bin ich völlig platt um 20 Uhr im Bett gewesen. Mein Körper hatte wohl noch deutlich Erholungsbedarf von meinem Lauf in Duisburg am Sonntag.
Heute Morgen gehts jedenfalls schon wieder deutlich besser. Aber eine bisschen sonoren geht noch …

05:20 Uhr
… snoooooooooze …

05:25 Uhr
… snoooooooooooooze …..

05:30 Uhr
Apfel essen, Tagesverpflegung in meine schöne Minion-Butterdose einpacken, Zähnchen bürsten, Tasche packen, und dann durch viel doofen Verkehr wegen diverser Straßensperrungen zum Dienst.

06:17 Uhr
Erster Kaffee mit kurzem Austausch über die wichtigsten Dinge. Mittwochs sind nämlich auch immer alle anwesend, die an einigen Tagen in der Woche Telearbeit von Zuhause aus machen.

06:50 Uhr
Ab zum Schwimmbad. Zwei Disziplinen fürs Sportabzeichen und das berüchtigte Kleiderschwimmen absolvieren. So mache ich im Wasser erst 25m Sprint, dann 100m in Klamotten schwimmen und Klamotten im Wasser ausziehen, und anschließend 800m schwimmen.
Ich schätze es sehr an meinem Beruf, dass man da zum Sport verpflichtet ist und somit Sport auch innerhalb der Dienstzeit macht. Viele meine Mitlandesverteidiger finden den Dienstsport lästig. Ich denke mir, dass dies ein Privileg ist.
Nach dem Pflichtprogramm schwimme ich noch ein paar Bahnen und trainiere etwas meine Schwimmtechnik. Denn der erste Triathlon in diesem Jahr ist nicht mehr weit …

09:10 Uhr
Zurück im Büro. Kurzer Abgleich mit meinem Chef, dann ein bisschen internes koordinieren.

10:00 Uhr
Erste Besprechung. Der Ausbildungsgang unserer Fahrlehrer ist immer noch nicht optimal. Wir suchen nach Verbesserungsmöglichkeiten.

11:00 Uhr
Den Rest des Tages verbringe ich nun damit eine dreistündige Prüfungsklausur für Fahrlehrer zu basteln. Das ist gar nicht so leicht. Zumal ich die Betroffenen gar nicht selbst ausgebildet habe. Das Fahrlehrergesetz schreibt eine Trennung von Zuständigkeit der Ausbildung und Prüfung vor. Inhaltlich muss es dabei um die Bereiche Verkehrsrecht, natürlich die Straßenverkehrsordnung, Pädagogik und Technik gehen. Ich finde von Fahrlehrern wird ganz schön viel Verlangt. Früher dachte ich immer, die müssen nur die Verkehrsregeln besonders gut kennen. Wenn ich jetzt so den Ausbildungsgang und den Umfang der Prüfungen sehe und mitgestalte, wird mir Tag für Tag bewusster was Fahrlehrer wirklich leisten. Wenn ich dann im zivilen Bereich sehe, was in der Branche verdient wird, steht das kaum in einem Verhältnis.

17:35 Uhr
Genug für heute. Ich fahre noch in die Stadt. Ich brauche noch ein kleines Geburtstagsgeschenk fürs Wochenende. In einem Buchladen werde ich fündig. Daneben ist ein Vapiano. Dort gönne ich mir einen Salat. Ein Tuppes hinter mir in der Warteschlange beschwert sich, dass er so lange warten muss. Aber die Damen hinter dem Tresen sind wirklich schnell und auf zack, ich weiß nicht was der Typ am Schlappen hat. Ungeduld scheint derzeit schwer in Mode zu kommen.

19:30 Uhr
Ankunft in meiner kleinen Pendlerwohnung. Ein bisschen Tasche packen für morgen, ein Telefonat mit der Liebsten zuhause und ein Blogeintrag.

21:15 Uhr
Licht aus. Gute Nacht.

2. Juni 2019, Mein allererster Halbmarathon in der Hitzewüste Duisburg

2. Juni 2019, Mein allererster Halbmarathon in der Hitzewüste Duisburg published on 1 Kommentar zu 2. Juni 2019, Mein allererster Halbmarathon in der Hitzewüste Duisburg

Mein #goal2019 beinhaltet eine erneute Teilnahme an der Olympischen Distanz in Hamburg und darüber hinaus mal einen Halbmarathon zu laufen. Halbmarathon deswegen, weil das entfernte Ziel eine Triathlon- Mitteldistanz ist, und da läuft man am Ende einen Halbmarathon.

Die Wahl fiel sehr schnell auf den Lauf in Duisburg. Zum einen suchte ich eine flache Strecke und ein Event, für das ich nicht so weit fahren muss. Zum anderen sollte der Zeitpunkt deutlich vor Hamburg liegen, damit genug Zeit zum Wundenlecken bleibt.

Also Duisburg. Und ich muss sagen, das war eine sehr gute Wahl. Organisatorisch top und von der Strecke her genauso wie ich es mir gewünscht hatte.
Vor etwa drei Wochen bin ich dann im Training einfach mal locker zwei Stunden durchgelaufen. Ich wollte einfach mal schauen ob ich überhaupt solange durchlaufen kann und wo ich dann km mäßig etwa liege. Dieses Training lief super gut, am Ende waren es knappe 18 Km. Auch danach habe ich mich sehr gut gefühlt. Also beste Voraussetzungen um den ersten Halbmarathon in etwa 2:15 h zu laufen. So das theoretische Ziel.

Was ich nicht so eingeplant hatte war, dass am 2. Juni der Lorenz am Himmel knallt wie bekloppt und den Sommer im Ruhrgebiet einläutet. So stehe ich also um 10 Uhr an der Startlinie und bin schon am schwitzen ohne einen Meter gelaufen zu sein. Na das kann ja heiter warm werden …

Dann der Startschuss. Die Masse setzt sich in Bewegung. Ich laufe locker los, ich fühle mich super. Naja, denke ich, das könnte ja wirklich gut klappen heute. Nach etwa einem Kilometer kurzer Blick auf die Uhr: Pace passt, Gefühl dazu stimmt auch, also weiter so. Das tolle in Duisburg: Es laufen Brems- und Zugläufer mit einem gut sichtbaren Luftballon am Hosenbund in festgelegten Zielzeiten mit. Ich laufe meinem Plan folgend also dem Luftballon mit der Zielzeit 2:15 h hinterher. Und das klappt lange erstaunlich gut. Um mich herum eine Gruppe aus Selm samt mitlaufender Trainerin, die diese Gruppe im vorgegebenen Tempo hält, um alle zusammen ins Ziel zu bringen.

Die Hitze ist wirklich heftig. Ich frage mich ob das schon die angekündigten 30 Grad sind. Is eh wurscht, denn ich fühle mich wie in einer finnischen Sauna. Bei Km 5 dann der erste Verpflegungspunkt. Der Durst ist jetzt schon riesig. Mir schwant, dass das kein Spaziergang wird. Dann geht es erstmal relativ gut weiter bis Km 10, dort wartet mein Fanclub auf mich, um mir zuzujubeln. Die Hitze fängt an mir den Lauf schwer zu machen. Ich nehme einen Gang raus. An der nächsten Verpflegungsstation gehe ich ein paar Meter, statt zum Wasser greife ich zur Cola, mache meine Kappe im Wasserbecken nochmal nass und trabe weiter. Mein Luftballon ist weg. Aber egal, wenns nicht schneller geht, dann wenigstens heile ins Ziel kommen. Um mich herum leiden immer mehr an der Hitze. Jeder versucht irgendwo zu laufen wo Schatten ist. Ich sehe den ersten am Rand, der von zwei Sanitätern betreut wird.
Dann kommt Km 14, einmal die Autobahnbrücke herauf, das geht noch, wieder runter auch, und dann gehts nochmal eine kleine Steigung rauf unter einer S-Bahn-Station hindurch. Und dann passiert es: Meine Beine machen schlapp. Irgendwie geht grad nichts mehr, ich muss tatsächlich gehen. Ich gehe erst langsam dann etwas strammer bis zur nächsten Verpflegungsstation. Dort trinke ich nochmal ordentlich und mit Ruhe. Jemand hält einen Wasserschlauch auf die Straße und ich nutze diese Abkühlung. Dann gehe ich noch ein Stück. (Insgesamt wird es wohl ein ganzer Kilometer im Schritttempo gewesen sein). Es nützt ja nix. Mir wird klar: Jetzt gehts nur noch darum ins Ziel zu kommen. Oder anders gesagt: Es beginnt der Wettlauf mit dem Besenwagen.

Irgendwann trabe ich wieder los. Die Strecke verläuft durch ein paar Wohngebiete. Was ich hier jetzt erlebe ist MEGA: Die Anwohner sind alle auf dem Bürgersteig. Manche haben die Stereoanlage voll aufgedreht. Alle feuern die Läufer an. Teilweise haben sie eigene Getränkestände mit Wasser aufgestellt, manche reichen auch ein Bier, alle paar Häuser hat jemand seinen Gardena-Gartensprenger aufgestellt oder hält den Wasserschlauch einfach selbst in die Luft. Diese Abkühlung tut wirklich gut. Das ist ein unglaublicher Motivationsschub. Zwei drei mal muss ich noch ein paar Meter gehen, aber die letzten drei Kilometer kann ich durchlaufen. Dann sehe ich in einiger Entfernung schon das Stadion des MSV Duisburg. Dort geht es durch einen kleinen Tunnel mit Blitzlicht und lauter Musik. Die letzten Meter sind eine Runde durchs Stadion. Die ist echt zum genießen. Und genau für diesen Moment lohnt es sich das Ding bis zum Ende durchzuziehen.

Am Ende sagt die Uhr 2:35:55 h. Keine Glanzzeit, deutlich am Ziel vorbei. Aber was solls? Es ist der erste Halbmarathon in meinem Leben und ich bin immerhin ins Ziel gekommen. 1:0 für mich gegen den Besenwagen.

Und dann gibt es auch noch was schönes zum Lachen:
Am Stand, an dem man sich sein Finischer-Shirt abholen kann, kommt es zu folgendem Dialog zwischen dem Mann hinter dem Stand und einem davor stehenden Prollo, die Brust raus, den Bauch eingezogen: „Ey kannisch auch Frauen-Shirt haben?“ – „Hä? Wieso?“ – „Na weissu, is tailliert, betont mehr die Muskeln un so.“

Da ich ja eher nicht so der muskulöse Typ bin, habe ich das Männer-Shirt genommen.



Zwitscherhighlights im Mai 2019, Teil 2

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https://twitter.com/der_ypsilon/status/1128544733771464704
https://twitter.com/WorkingRavenNut/status/1127513674946613249

Schon etwas älter, aber jetzt erst entdeckt:

Zwitscherhighlights im Mai 2019, Teil 1

Zwitscherhighlights im Mai 2019, Teil 1 published on Keine Kommentare zu Zwitscherhighlights im Mai 2019, Teil 1

Freitag, 31. Mai 2019

Freitag, 31. Mai 2019 published on Keine Kommentare zu Freitag, 31. Mai 2019

In dieser Woche verweilte ich aus beruflichen Gründen in Passau. Bei der Anreise mit dem Zug machte ich dabei die Entdeckung, dass man bei der Bahn sein Zugticket neuerdings selbst entwerten kann. Vorausgesetzt man hat sein Ticket in die BahnApp geladen, kann man es, sobald man an seinem reservierten Platz sitzt, ganz einfach mit zwei Klicks entwerten. Hat man nicht reserviert, muss man vorher noch Wagen- und Platznummer eingeben. Der Zugbegleiter kommt dann auch nicht mehr zur Kontrolle.

Passau ist eine wunderschöne alte Stadt. Sehr viele altehrwürdige Gemäuer mit vielen kleinen wunderschönen Gässchen dazwischen. Leider fehlte mir die Zeit die Stadt ausgiebig zu erkunden. Aber zwei abendliche Spaziergänge waren dann doch drin.

Kirche und andere Bauwerke können die in Passau.
Zwischen den Häusern viele kleine Gassen.

So schön diese Stadt auch ist, aber ihre Lage zwischen drei Flüssen und starker Fahrzeugverkehr in den engen Straßen machen der Stadt sehr zu schaffen. Ich hatte schon den starken Eindruck, dass der Verkehr für diese Stadt ein massives Problem darstellt.
Zu den engen Straßen kommt das Problem, dass man wegen der Flüsse immer auf eine Brücke angewiesen ist, um in einen anderen Stadtteil zu kommen.
Mit Sicherheit keine einfache Aufgabe für die Planungsabteilung der Stadt.

Das Wasser der Flüsse stand übrigens Oberkante Unterlippe. Die Flüsse hatten ordentlich Strömung und standen keinen ganzen Zentimeter unterhalb der Schutzmauer. Die Stadt war sichtlich gerade am aufatmen, dass der Regen eine Pause gemacht hat. Allerdings sind die Einwohner dort wohl sehr Hochwasser erprobt. So erzählten mir jedenfalls die Hotelbetreiber.

Hochwasser an Donau und Inn. An einigen Stellen trat das Wasser schon leicht übers Ufer bzw. über die Mauer.

Apropos Hotel: Das Hotel* in dem ich untergekommen war, war ein ganz und gar zauberhaftes Hotel. Ich mag es wenn Hotels auf Kleinigkeiten Wert legen und sich in diesen Kleinigkeiten von anderen unterscheiden. Bei meiner Ankunft stand auf dem Anmeldezettel oben „Passierschein A38“ drüber. Als Asterix-Kenner musste ich laut loslachen als ich das gelesen habe. Zimmerservice gab es auch für Hunde. Die sechs Getränke in der Minibar waren im Preis mit inbegriffen und wurden jeden Tag neu aufgefüllt. Auch das Film- und Fernsehangebot ließ keine Wünsche offen. Hinweischilder an Türen und Wänden waren kreativ und nicht 0815-Standart. Die Menschen, die dieses Hotel betreiben, lieben ihre Arbeit. Und das hat man in jeder Hinsicht gemerkt.

Mal ein kreatives „Bitte aufräumen“-Schild für das Hotelzimmer.
An der Zimmertür ein diskreter Hinweis an was man alles vor verlassen des Zimmers gedacht haben sollte.
Warnhinweis an der Badezimmertür.

Auf dem Rückweg musste ich dann, nachdem der Zug eingefahren war, erstmal fünf Minuten warten bis ich einsteigen durfte. Der Grund: Grenzkontrolle. Sechs Bundespolizisten gingen erst durch den aus Österreich ankommenden Zug und gaben ihn anschließend zum Ein- und Aussteigen frei. Was haben wir nur aus diesem Europa gemacht, indem man frei reisen können sollte? Schlagartig wurde mir bewusst, wie sehr das mühsam Erreichte der letzten Jahrzehnte binnen kürzester Zeit zurück gedreht wurde.

*Keine Werbung, weil ich das Hotel aus persönlicher Erfahrung empfehlen kann.

Wandel

Wandel published on Keine Kommentare zu Wandel

Wenn ich eine Sache bei der Bundeswehr sehr schätze, dann sind das Veranstaltungen im Rahmen der politischen Bildung. Das regelmäßige auseinandersetzen mit politischen und gesellschaftlichen Themen schärft immer wieder den Blick und führt oft zu Orten zu denen man sonst eher nicht hingeht.
Letzte Woche stand eine dreitägige Exkursion ins Ruhrgebiet an. Thema „Strukturwandel im Ruhrgebiet“.

Für mich weniger eine Exkursion, da ich da wohne. Ich bin nicht im Pott geboren, bin ein „Zugezogener“, eher durch Zufall, weil es sich einfach so ergeben hat. Und irgendwie bin ich hier hängen geblieben. Sechzehn Jahre lebe ich nun in dieser ständig sich verändernden Welt an der Ruhr. Als Kind in meiner sauerländischen Heimat saß ich vor dem Fernseher und sah im Fernsehen viel vom Zechensterben und vom Ende der Kohle. Ich sah auf der Mattscheibe Proteste von Stahlarbeitern, die gegen ihre drohende Arbeitslosigkeit kämpften, und Bergmänner mit gesenktem Blick, wenn auf eine Zeche der Deckel drauf kam. Was das alles bedeutet war mir damals alles andere als klar.

Erst als ich selbst hier hin gezogen bin, habe ich diesen Strukturwandel in vielen Formen miterleben können. Nachbarn, die früher auf dem Pott malocht haben, erzählten mir von der Kameradschaft unter Tage, ich lernte die Trinkhallenkultur sehr zu schätzen, und ich kann immer noch zusehen wie die Städte sich hier verändern von Industriestandorten zu modernen Wohngebieten oder gar Naherholungsgebieten mitten in der Stadt.
Als ich nach Dortmund zog konnte ich die Entstehung des Phönixes-Geländes live mitverfolgen. Das stillgelegte Stahlwerk hat „der Chinese“ abgebaut und in China wieder zusammengebaut, und nun ist da ein See, der sich jeden Tag über zahlreiche Besucher freut. Deutlicher kann man Strukturwandel nicht sehen.

Das eine ist der äußerliche Wandel. Etwas anderes ist der Wandel in der Gesellschaft, bei den Menschen, die hier leben. Ich glaube für die betroffenen Arbeiter in der Stahl- und Kohleindustrie war und ist dieser Wandel alles andere als einfach. Mir steht es auch wirklich nicht zu darüber ein Urteil zu fällen ob das funktioniert oder nicht. Ich lebe mit meinem Job auf einer Insel der Glückseligkeit und war nie im Zugzwang als Stahlarbeiter oder Bergmann mich umorientieren zu müssen.

Allerdings finde ich, dass die Ehrlichkeit und die Hilfsbereitschaft aus dem ehemaligen Bergbau hier im Ruhrgebiet immer noch stark vorhanden ist. Man kann vielleicht die Art der Unternehmen in einer Region verändern, aber nicht die Menschen, die dort leben. Dieser Schlag Mensch ist es auch, der dafür gesorgt hat, dass ich hier hängen geblieben bin und sozusagen eine neue Heimat gefunden habe.

Bei der dreitägigen Bildungsveranstaltung treffen wir auf Menschen, die von diesem Wandel betroffen waren bzw, sind. Ein ehemaliger Bergmann führt uns durch das Bergbaumuseum in Bochum, ein AuZiBi des Hafenmanagements in Duisburg führt uns durch den Hafen, ein ehemaliger Opelmitarbeiter zeigt uns seine Stadt Bochum, ein Historiker führt uns über die Zeche Zollverein in Essen. Als Ingenieur war ich natürlich auch begeistert vom Walzwerk Thyssen Steel. Ein bisschen Stahlbau gibt es ja dann doch noch in dieser Gegend. Am Ende gibt es noch einen Einblick in die tägliche Arbeit der Wasserschutzpolizei in Duisburg.

In diesen drei Tagen ist mir das Ruhrgebiet wieder ein Stück näher gekommen, teilweise auch mit Bildern und Erzählungen, die ich trotz meines langen Wohnsitzes hier, noch gar nicht kannte. Und einmal mehr bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich gerne hier lebe und ich die Menschen hier besonders gerne mag.

Zeche Zollverein in Essen. Vom Dach aus kann man weit in das Ruhrgebiet hineinsehen.
Kunst oder wie?
Anschauungsbergwerk im Bergbaumuseum in Bochum.
Verkehrskontrolle auf Rhein und Ruhr und anderen Wasserstraßen in NRW. Die Wasserschutzpolizei gewährte einen spannenden Einblick.

Wochenende 11./12. Mai 2019

Wochenende 11./12. Mai 2019 published on Keine Kommentare zu Wochenende 11./12. Mai 2019

Früher bin ich gerne mit meiner Oma zum Minigolf gefahren. So mit leicht abgeranzten Bahnen, wo man erstmal das Laub aus dem Loch pulen musste bevor es losging. Die Punkte wurden auf einer Pappkarte mit einem Bleistift mit 6B Mine notiert. Und weil das Kind letztens meinte, dass es gerne Minigolf spielen möchte, und ob ich nicht Lust hätte am Wochenende mit Kindern samt Eltern vom Verein zum Minigolf zu gehen, da ahnte ich nicht was mir da blüht.

Golf’n Glow. So gloat man heute.

Minigolf spielt man nämlich heute in dunklen Kellern, die mit neonfarbenen Kunstwerken an den Wänden, beleuchtet mit Schwarzlicht, die Minigolfbahnen in Filmthemen einbetten.
Und nicht nur das, man minigolft dazu mit einer 3D-Brille auf der Nase, denn die Bilder an den Wänden waren in 3D und auch die Minigolfbahnen wirken mit dieser Brille leicht schwebend im Raum. Manche Bahnen waren ähnlich der Bahnen wie man sie vom Freilichtminigolf her kennt, einige Bahnen waren aber mit pfiffigen Ideen gespickt. Da wurde der Golfball z.B. wenn man ihn die Rampe hochgespielt hat, von einer Schneckenwinde zu einem Trichter befördert und dann rollte der Ball durch ein System aus durchsichtigen Kunststoffschläuchen zu seinem Ziel.
Die Ergebnisse der Mitspieler wurden ganz modern auf einem Handy festgehalten.
Insgesamt etwas gewöhnungsbedürftig alles, aber irgendwie auch ein cooles Erlebnis. In jedem Fall etwas was man auch mal bei Dauerregen mit Kindern gut machen kann.

Die Filmmotive an den Wänden waren gut gemacht und mit 3D Effekten.
Nicht überall gab es die üblich bekannten Hindernisse auf den Bahnen zu überwinden.

Die Termine für die geplanten Sportevents in diesem Jahr rücken immer näher.
Als Test für den bald anstehenden ersten Halbmarathon bin ich mal zwei Stunden am Stück gelaufen. Ganz locker, um auch sicher durchlaufen zu können. Das ging ganz gut und am Ende sind es sogar fast 18 Km geworden. Die restlichen drei sollten also auch kein Problem darstellen. Ich bin sehr guter Dinge.
Am Abend nach dem Lauf ging sogar noch eine kleine Schwimmeinheit, die dann aber nicht mehr ganz so locker.

Zwitscherhighlights im April 2019

Zwitscherhighlights im April 2019 published on Keine Kommentare zu Zwitscherhighlights im April 2019

Fast hätte ich die vergessen: Die Zwitscherhighligts aus dem vergangenen Monat.

https://twitter.com/der_ypsilon/status/1114601384312287240

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