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#wmdedgt 06/2019

#wmdedgt 06/2019 published on Keine Kommentare zu #wmdedgt 06/2019

Der 5. Tag im Juni. Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Die schöne Initiative von Frau Brüllen. In ihrem Blog erfährt man übrigens an jedem 5. des Monats was ganz viele andere eigentlich so den ganzen Tag machen.

05:15 Uhr
Wecker. Gestern Abend bin ich völlig platt um 20 Uhr im Bett gewesen. Mein Körper hatte wohl noch deutlich Erholungsbedarf von meinem Lauf in Duisburg am Sonntag.
Heute Morgen gehts jedenfalls schon wieder deutlich besser. Aber eine bisschen sonoren geht noch …

05:20 Uhr
… snoooooooooze …

05:25 Uhr
… snoooooooooooooze …..

05:30 Uhr
Apfel essen, Tagesverpflegung in meine schöne Minion-Butterdose einpacken, Zähnchen bürsten, Tasche packen, und dann durch viel doofen Verkehr wegen diverser Straßensperrungen zum Dienst.

06:17 Uhr
Erster Kaffee mit kurzem Austausch über die wichtigsten Dinge. Mittwochs sind nämlich auch immer alle anwesend, die an einigen Tagen in der Woche Telearbeit von Zuhause aus machen.

06:50 Uhr
Ab zum Schwimmbad. Zwei Disziplinen fürs Sportabzeichen und das berüchtigte Kleiderschwimmen absolvieren. So mache ich im Wasser erst 25m Sprint, dann 100m in Klamotten schwimmen und Klamotten im Wasser ausziehen, und anschließend 800m schwimmen.
Ich schätze es sehr an meinem Beruf, dass man da zum Sport verpflichtet ist und somit Sport auch innerhalb der Dienstzeit macht. Viele meine Mitlandesverteidiger finden den Dienstsport lästig. Ich denke mir, dass dies ein Privileg ist.
Nach dem Pflichtprogramm schwimme ich noch ein paar Bahnen und trainiere etwas meine Schwimmtechnik. Denn der erste Triathlon in diesem Jahr ist nicht mehr weit …

09:10 Uhr
Zurück im Büro. Kurzer Abgleich mit meinem Chef, dann ein bisschen internes koordinieren.

10:00 Uhr
Erste Besprechung. Der Ausbildungsgang unserer Fahrlehrer ist immer noch nicht optimal. Wir suchen nach Verbesserungsmöglichkeiten.

11:00 Uhr
Den Rest des Tages verbringe ich nun damit eine dreistündige Prüfungsklausur für Fahrlehrer zu basteln. Das ist gar nicht so leicht. Zumal ich die Betroffenen gar nicht selbst ausgebildet habe. Das Fahrlehrergesetz schreibt eine Trennung von Zuständigkeit der Ausbildung und Prüfung vor. Inhaltlich muss es dabei um die Bereiche Verkehrsrecht, natürlich die Straßenverkehrsordnung, Pädagogik und Technik gehen. Ich finde von Fahrlehrern wird ganz schön viel Verlangt. Früher dachte ich immer, die müssen nur die Verkehrsregeln besonders gut kennen. Wenn ich jetzt so den Ausbildungsgang und den Umfang der Prüfungen sehe und mitgestalte, wird mir Tag für Tag bewusster was Fahrlehrer wirklich leisten. Wenn ich dann im zivilen Bereich sehe, was in der Branche verdient wird, steht das kaum in einem Verhältnis.

17:35 Uhr
Genug für heute. Ich fahre noch in die Stadt. Ich brauche noch ein kleines Geburtstagsgeschenk fürs Wochenende. In einem Buchladen werde ich fündig. Daneben ist ein Vapiano. Dort gönne ich mir einen Salat. Ein Tuppes hinter mir in der Warteschlange beschwert sich, dass er so lange warten muss. Aber die Damen hinter dem Tresen sind wirklich schnell und auf zack, ich weiß nicht was der Typ am Schlappen hat. Ungeduld scheint derzeit schwer in Mode zu kommen.

19:30 Uhr
Ankunft in meiner kleinen Pendlerwohnung. Ein bisschen Tasche packen für morgen, ein Telefonat mit der Liebsten zuhause und ein Blogeintrag.

21:15 Uhr
Licht aus. Gute Nacht.

2. Juni 2019, Mein allererster Halbmarathon in der Hitzewüste Duisburg

2. Juni 2019, Mein allererster Halbmarathon in der Hitzewüste Duisburg published on 1 Kommentar zu 2. Juni 2019, Mein allererster Halbmarathon in der Hitzewüste Duisburg

Mein #goal2019 beinhaltet eine erneute Teilnahme an der Olympischen Distanz in Hamburg und darüber hinaus mal einen Halbmarathon zu laufen. Halbmarathon deswegen, weil das entfernte Ziel eine Triathlon- Mitteldistanz ist, und da läuft man am Ende einen Halbmarathon.

Die Wahl fiel sehr schnell auf den Lauf in Duisburg. Zum einen suchte ich eine flache Strecke und ein Event, für das ich nicht so weit fahren muss. Zum anderen sollte der Zeitpunkt deutlich vor Hamburg liegen, damit genug Zeit zum Wundenlecken bleibt.

Also Duisburg. Und ich muss sagen, das war eine sehr gute Wahl. Organisatorisch top und von der Strecke her genauso wie ich es mir gewünscht hatte.
Vor etwa drei Wochen bin ich dann im Training einfach mal locker zwei Stunden durchgelaufen. Ich wollte einfach mal schauen ob ich überhaupt solange durchlaufen kann und wo ich dann km mäßig etwa liege. Dieses Training lief super gut, am Ende waren es knappe 18 Km. Auch danach habe ich mich sehr gut gefühlt. Also beste Voraussetzungen um den ersten Halbmarathon in etwa 2:15 h zu laufen. So das theoretische Ziel.

Was ich nicht so eingeplant hatte war, dass am 2. Juni der Lorenz am Himmel knallt wie bekloppt und den Sommer im Ruhrgebiet einläutet. So stehe ich also um 10 Uhr an der Startlinie und bin schon am schwitzen ohne einen Meter gelaufen zu sein. Na das kann ja heiter warm werden …

Dann der Startschuss. Die Masse setzt sich in Bewegung. Ich laufe locker los, ich fühle mich super. Naja, denke ich, das könnte ja wirklich gut klappen heute. Nach etwa einem Kilometer kurzer Blick auf die Uhr: Pace passt, Gefühl dazu stimmt auch, also weiter so. Das tolle in Duisburg: Es laufen Brems- und Zugläufer mit einem gut sichtbaren Luftballon am Hosenbund in festgelegten Zielzeiten mit. Ich laufe meinem Plan folgend also dem Luftballon mit der Zielzeit 2:15 h hinterher. Und das klappt lange erstaunlich gut. Um mich herum eine Gruppe aus Selm samt mitlaufender Trainerin, die diese Gruppe im vorgegebenen Tempo hält, um alle zusammen ins Ziel zu bringen.

Die Hitze ist wirklich heftig. Ich frage mich ob das schon die angekündigten 30 Grad sind. Is eh wurscht, denn ich fühle mich wie in einer finnischen Sauna. Bei Km 5 dann der erste Verpflegungspunkt. Der Durst ist jetzt schon riesig. Mir schwant, dass das kein Spaziergang wird. Dann geht es erstmal relativ gut weiter bis Km 10, dort wartet mein Fanclub auf mich, um mir zuzujubeln. Die Hitze fängt an mir den Lauf schwer zu machen. Ich nehme einen Gang raus. An der nächsten Verpflegungsstation gehe ich ein paar Meter, statt zum Wasser greife ich zur Cola, mache meine Kappe im Wasserbecken nochmal nass und trabe weiter. Mein Luftballon ist weg. Aber egal, wenns nicht schneller geht, dann wenigstens heile ins Ziel kommen. Um mich herum leiden immer mehr an der Hitze. Jeder versucht irgendwo zu laufen wo Schatten ist. Ich sehe den ersten am Rand, der von zwei Sanitätern betreut wird.
Dann kommt Km 14, einmal die Autobahnbrücke herauf, das geht noch, wieder runter auch, und dann gehts nochmal eine kleine Steigung rauf unter einer S-Bahn-Station hindurch. Und dann passiert es: Meine Beine machen schlapp. Irgendwie geht grad nichts mehr, ich muss tatsächlich gehen. Ich gehe erst langsam dann etwas strammer bis zur nächsten Verpflegungsstation. Dort trinke ich nochmal ordentlich und mit Ruhe. Jemand hält einen Wasserschlauch auf die Straße und ich nutze diese Abkühlung. Dann gehe ich noch ein Stück. (Insgesamt wird es wohl ein ganzer Kilometer im Schritttempo gewesen sein). Es nützt ja nix. Mir wird klar: Jetzt gehts nur noch darum ins Ziel zu kommen. Oder anders gesagt: Es beginnt der Wettlauf mit dem Besenwagen.

Irgendwann trabe ich wieder los. Die Strecke verläuft durch ein paar Wohngebiete. Was ich hier jetzt erlebe ist MEGA: Die Anwohner sind alle auf dem Bürgersteig. Manche haben die Stereoanlage voll aufgedreht. Alle feuern die Läufer an. Teilweise haben sie eigene Getränkestände mit Wasser aufgestellt, manche reichen auch ein Bier, alle paar Häuser hat jemand seinen Gardena-Gartensprenger aufgestellt oder hält den Wasserschlauch einfach selbst in die Luft. Diese Abkühlung tut wirklich gut. Das ist ein unglaublicher Motivationsschub. Zwei drei mal muss ich noch ein paar Meter gehen, aber die letzten drei Kilometer kann ich durchlaufen. Dann sehe ich in einiger Entfernung schon das Stadion des MSV Duisburg. Dort geht es durch einen kleinen Tunnel mit Blitzlicht und lauter Musik. Die letzten Meter sind eine Runde durchs Stadion. Die ist echt zum genießen. Und genau für diesen Moment lohnt es sich das Ding bis zum Ende durchzuziehen.

Am Ende sagt die Uhr 2:35:55 h. Keine Glanzzeit, deutlich am Ziel vorbei. Aber was solls? Es ist der erste Halbmarathon in meinem Leben und ich bin immerhin ins Ziel gekommen. 1:0 für mich gegen den Besenwagen.

Und dann gibt es auch noch was schönes zum Lachen:
Am Stand, an dem man sich sein Finischer-Shirt abholen kann, kommt es zu folgendem Dialog zwischen dem Mann hinter dem Stand und einem davor stehenden Prollo, die Brust raus, den Bauch eingezogen: „Ey kannisch auch Frauen-Shirt haben?“ – „Hä? Wieso?“ – „Na weissu, is tailliert, betont mehr die Muskeln un so.“

Da ich ja eher nicht so der muskulöse Typ bin, habe ich das Männer-Shirt genommen.



Zwitscherhighlights im Mai 2019, Teil 2

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Schon etwas älter, aber jetzt erst entdeckt:

Zwitscherhighlights im Mai 2019, Teil 1

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Freitag, 31. Mai 2019

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In dieser Woche verweilte ich aus beruflichen Gründen in Passau. Bei der Anreise mit dem Zug machte ich dabei die Entdeckung, dass man bei der Bahn sein Zugticket neuerdings selbst entwerten kann. Vorausgesetzt man hat sein Ticket in die BahnApp geladen, kann man es, sobald man an seinem reservierten Platz sitzt, ganz einfach mit zwei Klicks entwerten. Hat man nicht reserviert, muss man vorher noch Wagen- und Platznummer eingeben. Der Zugbegleiter kommt dann auch nicht mehr zur Kontrolle.

Passau ist eine wunderschöne alte Stadt. Sehr viele altehrwürdige Gemäuer mit vielen kleinen wunderschönen Gässchen dazwischen. Leider fehlte mir die Zeit die Stadt ausgiebig zu erkunden. Aber zwei abendliche Spaziergänge waren dann doch drin.

Kirche und andere Bauwerke können die in Passau.
Zwischen den Häusern viele kleine Gassen.

So schön diese Stadt auch ist, aber ihre Lage zwischen drei Flüssen und starker Fahrzeugverkehr in den engen Straßen machen der Stadt sehr zu schaffen. Ich hatte schon den starken Eindruck, dass der Verkehr für diese Stadt ein massives Problem darstellt.
Zu den engen Straßen kommt das Problem, dass man wegen der Flüsse immer auf eine Brücke angewiesen ist, um in einen anderen Stadtteil zu kommen.
Mit Sicherheit keine einfache Aufgabe für die Planungsabteilung der Stadt.

Das Wasser der Flüsse stand übrigens Oberkante Unterlippe. Die Flüsse hatten ordentlich Strömung und standen keinen ganzen Zentimeter unterhalb der Schutzmauer. Die Stadt war sichtlich gerade am aufatmen, dass der Regen eine Pause gemacht hat. Allerdings sind die Einwohner dort wohl sehr Hochwasser erprobt. So erzählten mir jedenfalls die Hotelbetreiber.

Hochwasser an Donau und Inn. An einigen Stellen trat das Wasser schon leicht übers Ufer bzw. über die Mauer.

Apropos Hotel: Das Hotel* in dem ich untergekommen war, war ein ganz und gar zauberhaftes Hotel. Ich mag es wenn Hotels auf Kleinigkeiten Wert legen und sich in diesen Kleinigkeiten von anderen unterscheiden. Bei meiner Ankunft stand auf dem Anmeldezettel oben „Passierschein A38“ drüber. Als Asterix-Kenner musste ich laut loslachen als ich das gelesen habe. Zimmerservice gab es auch für Hunde. Die sechs Getränke in der Minibar waren im Preis mit inbegriffen und wurden jeden Tag neu aufgefüllt. Auch das Film- und Fernsehangebot ließ keine Wünsche offen. Hinweischilder an Türen und Wänden waren kreativ und nicht 0815-Standart. Die Menschen, die dieses Hotel betreiben, lieben ihre Arbeit. Und das hat man in jeder Hinsicht gemerkt.

Mal ein kreatives „Bitte aufräumen“-Schild für das Hotelzimmer.
An der Zimmertür ein diskreter Hinweis an was man alles vor verlassen des Zimmers gedacht haben sollte.
Warnhinweis an der Badezimmertür.

Auf dem Rückweg musste ich dann, nachdem der Zug eingefahren war, erstmal fünf Minuten warten bis ich einsteigen durfte. Der Grund: Grenzkontrolle. Sechs Bundespolizisten gingen erst durch den aus Österreich ankommenden Zug und gaben ihn anschließend zum Ein- und Aussteigen frei. Was haben wir nur aus diesem Europa gemacht, indem man frei reisen können sollte? Schlagartig wurde mir bewusst, wie sehr das mühsam Erreichte der letzten Jahrzehnte binnen kürzester Zeit zurück gedreht wurde.

*Keine Werbung, weil ich das Hotel aus persönlicher Erfahrung empfehlen kann.

Wandel

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Wenn ich eine Sache bei der Bundeswehr sehr schätze, dann sind das Veranstaltungen im Rahmen der politischen Bildung. Das regelmäßige auseinandersetzen mit politischen und gesellschaftlichen Themen schärft immer wieder den Blick und führt oft zu Orten zu denen man sonst eher nicht hingeht.
Letzte Woche stand eine dreitägige Exkursion ins Ruhrgebiet an. Thema „Strukturwandel im Ruhrgebiet“.

Für mich weniger eine Exkursion, da ich da wohne. Ich bin nicht im Pott geboren, bin ein „Zugezogener“, eher durch Zufall, weil es sich einfach so ergeben hat. Und irgendwie bin ich hier hängen geblieben. Sechzehn Jahre lebe ich nun in dieser ständig sich verändernden Welt an der Ruhr. Als Kind in meiner sauerländischen Heimat saß ich vor dem Fernseher und sah im Fernsehen viel vom Zechensterben und vom Ende der Kohle. Ich sah auf der Mattscheibe Proteste von Stahlarbeitern, die gegen ihre drohende Arbeitslosigkeit kämpften, und Bergmänner mit gesenktem Blick, wenn auf eine Zeche der Deckel drauf kam. Was das alles bedeutet war mir damals alles andere als klar.

Erst als ich selbst hier hin gezogen bin, habe ich diesen Strukturwandel in vielen Formen miterleben können. Nachbarn, die früher auf dem Pott malocht haben, erzählten mir von der Kameradschaft unter Tage, ich lernte die Trinkhallenkultur sehr zu schätzen, und ich kann immer noch zusehen wie die Städte sich hier verändern von Industriestandorten zu modernen Wohngebieten oder gar Naherholungsgebieten mitten in der Stadt.
Als ich nach Dortmund zog konnte ich die Entstehung des Phönixes-Geländes live mitverfolgen. Das stillgelegte Stahlwerk hat „der Chinese“ abgebaut und in China wieder zusammengebaut, und nun ist da ein See, der sich jeden Tag über zahlreiche Besucher freut. Deutlicher kann man Strukturwandel nicht sehen.

Das eine ist der äußerliche Wandel. Etwas anderes ist der Wandel in der Gesellschaft, bei den Menschen, die hier leben. Ich glaube für die betroffenen Arbeiter in der Stahl- und Kohleindustrie war und ist dieser Wandel alles andere als einfach. Mir steht es auch wirklich nicht zu darüber ein Urteil zu fällen ob das funktioniert oder nicht. Ich lebe mit meinem Job auf einer Insel der Glückseligkeit und war nie im Zugzwang als Stahlarbeiter oder Bergmann mich umorientieren zu müssen.

Allerdings finde ich, dass die Ehrlichkeit und die Hilfsbereitschaft aus dem ehemaligen Bergbau hier im Ruhrgebiet immer noch stark vorhanden ist. Man kann vielleicht die Art der Unternehmen in einer Region verändern, aber nicht die Menschen, die dort leben. Dieser Schlag Mensch ist es auch, der dafür gesorgt hat, dass ich hier hängen geblieben bin und sozusagen eine neue Heimat gefunden habe.

Bei der dreitägigen Bildungsveranstaltung treffen wir auf Menschen, die von diesem Wandel betroffen waren bzw, sind. Ein ehemaliger Bergmann führt uns durch das Bergbaumuseum in Bochum, ein AuZiBi des Hafenmanagements in Duisburg führt uns durch den Hafen, ein ehemaliger Opelmitarbeiter zeigt uns seine Stadt Bochum, ein Historiker führt uns über die Zeche Zollverein in Essen. Als Ingenieur war ich natürlich auch begeistert vom Walzwerk Thyssen Steel. Ein bisschen Stahlbau gibt es ja dann doch noch in dieser Gegend. Am Ende gibt es noch einen Einblick in die tägliche Arbeit der Wasserschutzpolizei in Duisburg.

In diesen drei Tagen ist mir das Ruhrgebiet wieder ein Stück näher gekommen, teilweise auch mit Bildern und Erzählungen, die ich trotz meines langen Wohnsitzes hier, noch gar nicht kannte. Und einmal mehr bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich gerne hier lebe und ich die Menschen hier besonders gerne mag.

Zeche Zollverein in Essen. Vom Dach aus kann man weit in das Ruhrgebiet hineinsehen.
Kunst oder wie?
Anschauungsbergwerk im Bergbaumuseum in Bochum.
Verkehrskontrolle auf Rhein und Ruhr und anderen Wasserstraßen in NRW. Die Wasserschutzpolizei gewährte einen spannenden Einblick.

Wochenende 11./12. Mai 2019

Wochenende 11./12. Mai 2019 published on Keine Kommentare zu Wochenende 11./12. Mai 2019

Früher bin ich gerne mit meiner Oma zum Minigolf gefahren. So mit leicht abgeranzten Bahnen, wo man erstmal das Laub aus dem Loch pulen musste bevor es losging. Die Punkte wurden auf einer Pappkarte mit einem Bleistift mit 6B Mine notiert. Und weil das Kind letztens meinte, dass es gerne Minigolf spielen möchte, und ob ich nicht Lust hätte am Wochenende mit Kindern samt Eltern vom Verein zum Minigolf zu gehen, da ahnte ich nicht was mir da blüht.

Golf’n Glow. So gloat man heute.

Minigolf spielt man nämlich heute in dunklen Kellern, die mit neonfarbenen Kunstwerken an den Wänden, beleuchtet mit Schwarzlicht, die Minigolfbahnen in Filmthemen einbetten.
Und nicht nur das, man minigolft dazu mit einer 3D-Brille auf der Nase, denn die Bilder an den Wänden waren in 3D und auch die Minigolfbahnen wirken mit dieser Brille leicht schwebend im Raum. Manche Bahnen waren ähnlich der Bahnen wie man sie vom Freilichtminigolf her kennt, einige Bahnen waren aber mit pfiffigen Ideen gespickt. Da wurde der Golfball z.B. wenn man ihn die Rampe hochgespielt hat, von einer Schneckenwinde zu einem Trichter befördert und dann rollte der Ball durch ein System aus durchsichtigen Kunststoffschläuchen zu seinem Ziel.
Die Ergebnisse der Mitspieler wurden ganz modern auf einem Handy festgehalten.
Insgesamt etwas gewöhnungsbedürftig alles, aber irgendwie auch ein cooles Erlebnis. In jedem Fall etwas was man auch mal bei Dauerregen mit Kindern gut machen kann.

Die Filmmotive an den Wänden waren gut gemacht und mit 3D Effekten.
Nicht überall gab es die üblich bekannten Hindernisse auf den Bahnen zu überwinden.

Die Termine für die geplanten Sportevents in diesem Jahr rücken immer näher.
Als Test für den bald anstehenden ersten Halbmarathon bin ich mal zwei Stunden am Stück gelaufen. Ganz locker, um auch sicher durchlaufen zu können. Das ging ganz gut und am Ende sind es sogar fast 18 Km geworden. Die restlichen drei sollten also auch kein Problem darstellen. Ich bin sehr guter Dinge.
Am Abend nach dem Lauf ging sogar noch eine kleine Schwimmeinheit, die dann aber nicht mehr ganz so locker.

Zwitscherhighlights im April 2019

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Fast hätte ich die vergessen: Die Zwitscherhighligts aus dem vergangenen Monat.

https://twitter.com/der_ypsilon/status/1114601384312287240

#wmdedgt 05/2019

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Das Jahr 2019 rast nur so an mir vorbei und schwupps ist auch schon Mai! Und weil wir heute den 5. Mai haben gibts im Blog wieder etwas aus der Rubrik Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Nach einer Idee von der lieben Frau Brüllen.

Der Morgen.
Weil Sonntag ist klingelt heute kein Wecker. Früher konnte ich ja ohne Probleme bis 13 Uhr im Bett bleiben. Seit ich die 40 passiert habe, geht das irgendwie nicht mehr, was ich aber auch nicht als schlimm empfinde. Gegen neun muss Frauchen mit Hundi vor die Tür die Blase entleeren (also die von Hundi). Und weil die Schlafzimmertür nicht richtig zu ist stürmt der Hund von der Wohnungstür durch ins Schlafzimmer, um ins Bett zu springen und mir liebevoll durchs Gesicht zu lecken.
Also: Zeit aufzustehen.
Es folgt ein ausgiebiges Frühstück begleitet von der Sendung mit der Maus im Fernseher. Heute wird etwas über Biber berichtet. Und so weiß ich jetzt warum Biber überhaupt Bäume fällen.

Der Mittag.
Bei meinem Vater in der sauerländischen Heimat stapelt sich die Paketpost. Weil ich sehr selten daheim bin leite ich meine Pakete zu ihm um. Das ist eine scheinbar kleine aber in Wirklichkeit eine sehr große Hilfe.
Es gibt reichlich Neuigkeiten auszutauschen, Kaffee zu trinken und Kekse zu Essen.
Zuhause begebe ich mich in meine Hängematte und Schmöker in dem Buch „Clever Küchen kaufen“, denn große Veränderungen werfen ihre Schatten voraus …

Der Abend.
Sonntag Abend ist immer Schwimmtraining im Triathlonverein. Ich ziehe gute 1500 Meter in verschiedensten Schwimmstilen durchs Wasser. In der Zeit in der ich diese 1500 Meter schwimme, schwimmen die ambitionierten Landesliga Wettkämpfer 2300 Meter. Das sind echt beeindruckende Zeiten, die die da schwimmen.
Seit ich regelmäßig im Verein schwimme habe ich endlich mal vernünftig Kraulschwimmen gelernt und meine gesamt Schwimmtechnik deutlich verbessert. Die Geschwindigkeit wird sich nun früher oder später einstellen. Für meinen diesjährigen Triathlon in Hamburg bin ich guter Dinge was das Schwimmen angeht.
Während nun der Tatort läuft muss ich noch einiges zusammenpacken. Die nächste Dienstreise in den Süden der Republik steht morgen an. Und dann gehts auch gleich ins Bett, denn morgen wird’s kein liebevollen Wecken durch Hundi geben, sondern wieder durch den bösen Wecker.

Freitag, 26. April 2019, Ostern und so

Freitag, 26. April 2019, Ostern und so published on Keine Kommentare zu Freitag, 26. April 2019, Ostern und so

Die Zeit rast im Moment nur so an mir vorbei. Und das meine ich gar nicht mal negativ. Die vergangene Woche hatte viele schöne Sachen für mich im Gepäck.

Zunächst war da ja Ostern. So entspannt habe ich Ostern schon lange nicht mehr verbracht.
Gründonnerstag bin ich in meiner Geburtsstadt über den Berg mit prozessioniert. Jedes Jahr geht dort von Gründonnerstag Abend bis Karsamstag in der Früh stündlich eine Prozession von der Kirche in der Stadt zu einer Kapelle auf dem Berg und wieder zurück. Vorweg tragen zwei Personen verkleidet als Jesus und Simon von Cyrene ein großes Holzkreuz. Dafür kann man sich bewerben, wenn man der Meinung ist, dass man das tun möchte, z.B. um Buße zu tun. Welche Stunde und ob man Jesus oder Simon ist, wird ausgelost. In jungen Jahren bin ich jedes Jahr einmal an Ostern mit dieser Prozession gegangen. Danach viele Jahre nicht mehr. Im vergangenen Jahr hatte ich irgendwie das Bedürfnis da mal wieder mitzugehen. Es letztes wie dieses Jahr einfach schön mal ruhig und besinnlich, teils nachdenkend den Weg mit vielen anderen aber doch auch irgendwie mit sich alleine zu gehen. Es könnte fast schon eine wieder entdeckte Tradition werden. Ich habe sogar schon darüber nachgedacht ob ich nicht mal selbst als Kreuzträger mitgehen soll.

Kirche in der sauerländischen Heimat. Ausgangspunkt für die stündliche Karfreitagsprozession.


Karfreitag stand ausgiebig Sport auf dem Programm. Erst eine große Runde auf dem Rad und anschließend eine kleine Runde im Schwimmbecken.
Karsamstag gab es an der Burgruine Hohensyburg ein Mittelalterspektakel. Dort konnte man viele Menschen antreffen, die sich gerne in das Mittelalter zurückversetzen. Natürlich nur mit den schönen Dingen aus dieser Zeit, wie der Kleidung oder dem Essen. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur einer von denen wirklich wie im Mittelalter leben möchte. #körperhygiene #hunger #krieg
Highlight war ein echtes Ritterturnier mit Lanze zu Pferd. Auch das ein oder andere aufwendig gestaltete Kostüm war ein Highlight.

Mittelalterspektakel an der Burgruine Hohensyburg.
Ritterturnier zur Erheiterung des Volkes.
Sau mit Feuer unterm Hintern.


Den Ostersonntag verbrachte ich in der Sonne schnorchelnd bei der Mischpoke in der sauerländischen Heimat. Das Ruhen wurde lediglich zwischendurch von Grillgut und Kuchen unterbrochen.
Der Ostermontag war wieder ein schöner Trainingstag mit Schwimmen und Radfahren, denn die geplanten Wettkämpfe nahen mit großen Schritten.

Meine Lieblingsradtrainingsrunde: Immer im Kreis auf Phönix West.

Seit einigen Tagen besitze ich ein neues Accessoires: Ein Nasenfahrrad. Der letzte Sehtest war eher suboptimal und jetzt ist es soweit. Was ich bisher völlig unterschätzt hatte:
Die Kompetenz, die man ausstrahlt, wenn man während der Besprechung die Brille abnimmt, nachdenklich und zugleich lässig den Brillenbügel an den Mund hält, und dann etwas schlaues oder auch nicht so schlaues sagt.

Im Job war ich wieder mal auf Reisen. Diesmal in den Norden. Es ging zwei Tage um die Ausbildung von Fahrlehrern. Das Fahrlehrergesetz hat in seiner Neufassung festgelegt, dass die Ausbildung und Prüfung von Fahrlehrern nun Kompetenzorientiert erfolgen soll. Eine spannende Sache, insbesondere weil diese Art der Ausbildung sich stark an der späteren tatsächlichen Tätigkeit orientiert und weniger verschult ist. Auch die Prüfungen sind dann weniger ein Frage-Antwort-Spiel mit stumpfer Wissensabfrage, sondern mehr der Blick darauf, kann er oder sie auch das was später im Job benötigt wird.
Jetzt hoffe ich, dass ich Kompetenz genug bin, an der Umsetzung mitzuwirken.

Und dann war noch das Internet kaputt. Es wird ja oft schlecht über die Anbieter und deren schlechten Service bei technischen Problemen berichtet. Ich muss hier mal eindeutig eine Lanze für meinen Anbieter brechen: Nach meinem Anruf bei der Servicehotline (ohne lange Warteschleife) hatte ich binnen zwei Tagen einen Techniker im Haus, der sofort das Problem gefunden und nachhaltig gelöst hat.

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