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Zwitscher-Highlights im Februar 2016

Zwitscher-Highlights im Februar 2016 published on Keine Kommentare zu Zwitscher-Highlights im Februar 2016

Liebe Leserinnen und Leser,
es folgen meine Zwitscher-Highlights aus dem Februar. Wenn Sie denken, dass ich ein Groupie von Renate Bergmann bin, dann könnten Sie richtig liegen …

Glück? Moment mal!

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Frau Nessy hat etwas sehr schönes über Glück geschrieben.
Als jemand, der immer dachte, dass man sich Glück erarbeiten kann, stimme ich ihr in vielen Punkten zu.

Inzwischen glaube ich, die ständige Suche nach Glück macht uns bekloppt. Blöd ist es, wenn wir unser Glück bei anderen suchen, oder schlimmer noch, andere für unser Glück verantwortlich machen. Ich habe mich oft gefragt was dieses Glück eigentlich ist. So wie Frau Nessy es schreibt, dachte auch ich immer, ich muss es genau kennen, um es finden zu können.
Ich glaube Glück gibt es nicht. Man braucht sowas auch nicht. Ich glaube auch, dass die Kunst ist, einfach in dem Moment zu leben, in dem man sich gerade befindet.

Was hilft uns die Vergangenheit? Klar können wir gelegentlich aus ihr lernen, aber ändern können wir sie nicht. Und die Weisheit, dass man aus der Vergangeheit lernen kann, findet auch schnell ihre Grenzen. Denn wer sagt uns, dass das was in der Vergangenheit noch richtig war, in der neuen Situation genauso anwendbar ist?

Und was ist mit der Zukunft? Klar kann man hoffen. Aber beeinflussen können wir sie nicht. Natürlich können wir eine Rentenversicherung abschließen. Wenn wir die abschließen und im hohen Alter die Mücken auf der hohen Kante haben, dann unterscheiden wir uns im Altenheim bei der Pflege von unserem Zimmergenossen nur dadurch, dass er seine Pflegeleistungen aus den gesetzlichen Sozialversicherungen bekommt, und wir die Pflege aus unserer eigenen Tasche bezahlen, weil wir doch genug angespart haben.

Sind Kinder Glück? Vielleicht für diejenigen, die Schwierigkeiten hatten beim Kinder zeugen, weil es schlussendlich doch noch geklappt hat. Ansonsten ist das wohl eher ein ganz natürlicher Vorgang. Aber jeden Moment mit seinem Kind genießen können, ohne dabei an gestern oder morgen zu denken, das ist schon eher etwas, das ich als Glück bezeichnen könnte. O.K. Diese Momente wo man sein vollgekotztes und vollgeschissenes Kind mit einem Dampfstrahler reinigen muss, die meine ich eher weniger … 😉

Indem wir uns ständig über die Vergangenheit grämen und uns Gedanken darüber machen ob die Zukunft so gut wird, wie wir es gerne hätten, verplempern wir viel von unserer Zeit. Und wenn wir den Rest noch damit verbringen nach unserem Glück zu suchen, verpassen wir das eigentliche Leben.

Ja ich weiß, all das ist leichter gesagt als getan. Aber anstatt nach meinem Glück zu suchen, nutze ich die Zeit neuerdings lieber, um den Moment zu leben, oder es zumindest zu versuchen.

Oder wie Harald Juhnke es trefflich formuliert hat:

„Meine Definition von Glück?
Keine Termine und leicht einen sitzen.“

Rita die Schnecke

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Vor meinem Haus steht eine Hecke,
dort wohnt seit neulich eine Schnecke.

Sie heißt Rita und ist Witwe,
lebt schon lange ohne Mann.
Er kam auf einem Gleis ums leben,
überfahren von der Bahn.

Er hörte nicht den nahenden Tod
von seiner liebsten ganz beflügelt.
Deshalb wurde der Idiot
vom Zuge platt gebügelt.

Dort ruht er nun auf jenen Gleisen.
Vor Überraschung noch ganz platt.
Spatzen werden ihn verspeisen.
Schneckenmänner machen satt.

Und die Moral von dem Gedicht?
Züge hört man, oder nicht.

Zwitscher-Highlights im Januar 2016

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Linsen-Bananen-Bällekes mit Paprika-Erdnuss-Soße

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Herr Grün hat gekocht. Ich hab das mal nachgekocht.

Linsen-Bananen-Bällekes
Linsen-Bananen-Bällekes

Was soll ich sagen? Geiler Scheiß!
Sehr lecker. Danke Herr Grün.

Mein Regenschirm

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Wenns regnet gehe ich
nach draußen wenig gern.
Doch du mein lieber Regenschirm
hälst Regen von mir fern.

Und wenn ich durch die Straßen geh
oder vor der Ampel steh,
hälst Du, das ist der Gipfel,
selbst Hagel mir vom Zipfel.

Emotional Art Of Levitation

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Wenn man sich mit seinem Bruder auf eine besondere Weise stark verbunden fühlt und dieser dann unerwartet und früh verstirbt, dann ist für den Betroffenen nichts mehr wie es war.
Wie verarbeitet man sowas? Gute Frage.
Ein Zauberer, der unter anderem durch Britain´s Got Talent Bekanntheit erlangt hat, hat seinen ganz eigenen Weg gefunden darüber hinweg zu kommen.

Er verarbeitet seine Gefühle in einem Bühnenakt.

Das bemerkenswerte daran ist, dass er ein absolut altbackenes und aus meiner Sicht abgetakeltes Kunststück dafür reanimiert hat: „Die schwebende Jungfrau“

Sowohl handwerklich als auch emotional ist etwas ganz wunderbares daraus geworden.
Sehen Sie selbst:

#proudtobehandballer

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Handball EM 2016 in Polen. Wie immer bei großen Sportereignissen hoffe ich auf faire Wettkämpfe, spannende Spiele und gute Unterhaltung.
Doch DAS ist Sport schon lange nicht mehr.
Der Aufreger: Eine Regenbogenarmbinde. Getragen vom schwedischen Kapitän Tobias Karlsson. Sein Beitrag zur Bekämpfung von Homophobie. Unter dem Vorwand der Kleiderordnung (Kapitänsbinden müssen einfarbig sein oder in Landesfarben) hat die Europäische Handballföderation ihm nun das Tragen dieser Armbinde verboten.

Und schon ist es bei dieser Handball EM in Polen wie immer mit dem großen Sport. Er darf benutzt werden und Instrument sein für die Politik. Aber die Sportlerinnen und Sportler selbst dürfen kein politisches Statement abgeben.

Paradebeispiel für eine Instrumentalisierung des Sports dürften wohl die olympischen Spiele 1936 in Berlin gewesen sein. Hier waren sogar Armbinden erlaubt. Wenn auch mit einer etwas anderen Symbolik …..
1976. Afrikanische Länder boykottieren die Teilnahme an den olympischen Spielen in Montreal, weil Neuseeland gegen den Apartheid-Staat Südafrika Rugby gespeilt hat.
1980. Westliche Staaten boykottieren die olympischen Spiele in Moskau, weil der Sozialismus so unendlich böse ist …

Das sind nur einige Beispiele. Und in den wenigsten Fällen wurden die Sportler vorher gefragt. Sie mussten einfach hinnehmen was ihre Sportverbände und Politiker festgelegt haben.
Offiziell haben bei den olympischen Spielen alle Sportler sicherlich freiwillig und aus Überzeugung auf ihre Teilnahme in Montreal oder Moskau verzichtet. Es leuchtet schnell ein, dass ein Sportler, der sich Jahre auf dieses Ereignis vorbereitet und unter größten Bemühungen sich dafür qualifiziert hat, gerne auf den Wettkampf seines Lebens verzichtet.
Wer das glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Wenn es den Sportfunktionären so wichtig ist, politische Zeichen zu setzen, warum dann keine Regenbogenarmbinde für einen Mannschaftskapitän bei einer Handball EM in einem (EU!) Land, in dem schwul sein strafbar ist?
Wiebitte?!? Ach …. stimmt … klar….. Ich hab ja die Gefahr von fehlenden Werbeeinnahmen ganz vergessen. Nein, natürlich, sowas darf unter keinen Umständen passieren. Das muss der engagierte Handballnationalspieler verstehen, dass DAS nicht geht.

Sport verbindet Menschen, egal welcher Herkunft oder Meinung sie sind. Die sind den Spielern auf dem Feld nämlich egal. Was ihnen aber nicht egal ist, dass ihre Gastgeber Menschen wegen ihrer sexuellen Vorlieben verfolgen, oder ihre Medien zensieren. Und dazu darf und muss man als emanzipierter EU-Bürger wohl seine Meinung öffentlich äußern.

Eines vergessen sowohl Sportfunktionäre als auch Politiker: Großartige Sportler sind auch immer großartige Vorbilder. Und das nicht nur mit ihren sportlichen Leistungen. Kinder und Jugendliche aller Nationen und Herkunft schauen zu ihren Sportidolen auf und könnten in diesen Tagen lernen, dass Diskriminierung von Menschen und Zensur der Medien einfach scheiße ist.

Ich wünsche mir, dass alle Handballer dieser EM #proudtobehandballer sind und geschlossen mit Regenbogenarmbinden auflaufen. Und wenn das polnische Staatsfernsehen die Übertragung abschaltet …. bitte. Aber das Zeichen wäre eindeutig.

MoGELpackung

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Knister, knister, knitter.
Was raschelt da im Weihnachtsglitter?
Die Gattin zupft am Zellophan
von dem Paket, das für die kam.

Am Heilgen Abend kams per Bote
Absender: unsere Mischpoke.
Ritschratsch das Zellophan zerrupft:
„Oh Duschgel! Oh mit Honigduft!“

Weil sie testen will den Duft,
wird das Deckelchen gelupft.
Geduldige Ehemänner wissen,
dass Frauen immer riechen müssen.

Die Nase übers Loch gehalten
lässt die Gattin Kräfte walten
an des Packungs Außenhülle
auf das ein Duft die Nase fülle.

Und jetzt, der Leser ahnt es schon,
entläd sich eine Großportion
von dem honigduften Gele
in die Nasennebenhöhle.

Das Lachen muss ich mir verkneifen
Die Gattin faucht und ist am keifen.
Dann macht sie ihrem Ärger Luft
und brüllt „so ein scheiß Honigduft.“

Die Moral von der Geschicht:
Ne Duschgelpackung drückt man nicht.
Das gilt ganz besonders dann,
wenn die Nase zu dicht dran.

Warum eigentlich nicht?

Warum eigentlich nicht? published on 3 Kommentare zu Warum eigentlich nicht?

„Warum bloggst Du eigentlich nicht?“
Gute Frage. Aber jetzt stand genau diese Frage in dieser E-Mail.
Es ist lange her, da habe ich schon mal so ein Blogdings gemacht. Störgröße – Anglerlatein des Lebens hieß der. Es hat damals viel Spaß gemacht. Warum ich damit aufgehört habe weiß ich eigentlich nicht. Irgendwie hatte ich nichts mehr zu sagen.
Aber einmal im Jahr, am Ende, da sage ich was. Ich stöbere durch mein E-Mail-Adressen-Verzeichnis und schreibe eine Mail an alle und über alle und was ich und die Adressaten gemeinsam im ablaufenden Jahr erlebt haben.
Und dann drücke ich auf Senden.
Eine Spam-Mail. Inzwischen mit Tradition.

Unter den Antworten dann diese eine Mail mit eben jener Frage: „Warum bloggst Du eigentlich nicht?“.

Ja. Warum eigentlich nicht?

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