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Meine erste Olympische Distanz beim Triathlon in Hamburg (Teil 2: Der Tag davor)

Meine erste Olympische Distanz beim Triathlon in Hamburg (Teil 2: Der Tag davor) published on Keine Kommentare zu Meine erste Olympische Distanz beim Triathlon in Hamburg (Teil 2: Der Tag davor)

Samstag, 14.07.2018, der Tag vor dem großen Tag.
Das Hotel hat einen Garten, in dem man frühstücken kann. Wunderbar! Die Hotelwahl war schonmal genial stelle ich fest. Und außerdem ist es nur wenige hundert Meter vom Ballindamm, und somit der Wechselzone, entfernt.

Idyllischer Garten im Hotel.

Nach einem wunderbar entspannten Frühstück mache ich mich auf in Richtung Jungfernstieg. Heute gehen die Triathleten für die Sprintdistanz an den Start. An der Lombardsbrücke muss ich die Radstrecke überqueren. Vorher schaue ich ein wenig den vorbeirauschenden Radfahrern zu.

Radstrecke kurz vor der Lombardsbrücke.

Hier klicken: Video Radstrecke

Plötzlich frenetischer Applaus aus allen Ecken. Ich schaue nach rechts und erkenne Warum: Ein Mann etwa in meinem Alter hat einen Anhänger an seinem Fahrrad. Darin sein schwerstbehindertes Kind. Er muss ganz schön treten, um das Tempo der anderen annähernd mitzuhalten. Es ist sehr, sehr rührend zu sehen wie er sein Kind voller Stolz über diese Triathlondistanz bringt und das Kind einen Mords Spaß dabei hat. Einfach schön.

Ich schlender die Wechselzone entlang. Dabei stelle ich fest, dass diese 500 Meter doch irgendwie sehr lang sind. Der Ausgang zum Laufen am einen, der Ausgang zum Radfahren am anderen ende. Das ist wirklich sehr weit, denke ich. Das ich VERDAMMT weit! Das ist auch nicht schön, denke ich. Und ich denke weiter: Das ist ein ganzer Kilometer, den ich allein in der Wechselzone zwischen Rad- und Laufstrecke zusätzlich zurücklegen muss! Samson aus der Sesamstraße würde diesen Umstand mit einem „Uijuijuijuijui!“ kommentieren ….

Am Jungfernstieg schaue ich bei einigen Schwimmstarts zu. Dabei merke ich wieder, dass ich immer noch auf Kriegsfuß mit dem Freiwasserschwimmen stehe. Es gelingt mir für den Rest des Tages diesen Gedanken zu verdrängen.
Weiter gehts zum Schwimmausstieg an der Kleinen Alster. Einige kommen völlig entkräftet aus dem Wasser. Das Schwimmen ist für viele Triathleten der größte Kampf mit sich selbst, zumindest bei den Anfängern. Aber die hier haben es geschafft, und sie ernten reichlich Applaus von den zahlreichen Zuschauern hier.

Die letzten Meter der Schwimmstrecke.
Schwimmausstieg an der „Kleinen Alster“.

Hier klicken: Video Schwimmstart

Hier klicken: Video Schwimmausstieg

Nicht weit vom Schwimmausstieg entfernt ist der Zieleinlauf. Hier wird jeder Finnischer mit Jubel uns Applaus und von einer Sambatruppe empfangen. Die Stimmung hier ist einfach nur großartig. Riesiger Jubel setzt ein, als der Sportler mit seinem behinderten Kind in die Zielgerade einbiegt und den Anhänger über die Ziellinie schiebt. Gänsehaut pur!
Der älteste Teilnehmer an diesem Tag ist übrigens 84 Jahre alt.

Am Abend schaue ich mir die Elitesportler an, die Profis, die im Rahmen der ITU World Triathlon Series in einer Sprintdistanz um Punkte kämpfen. Die Leistungen dieser Sportler sind sehr beeindruckend.

Berauscht von all diesen Eindrücken kommt mir noch einmal die Theorie des Carboloading in den Sinn und ich entscheide mich für eine Pizza zum Abendessen.
Zurück im Hotel bringe ich meine Startnummer am Fahrrad an und packe meinen Startbeutel und meine Tasche für die Wechselzone.

Die Startnummer für den Rennesel.

Die Nacht wird früh zu Ende sein, denn um 6:00 Uhr muss ich beim Checkin in der Wechselzone stehen.
Die Bilder des vergangenen Tages und die Gedanken an den kommenden Tag lassen mich nur wenig schlafen, aber damit kann ich leben.

Hier gehts zurück:
Teil 1: Anreise

Am Ende dieses Beitrages noch ein paar Videos und Eindrücke vom Profirennen:

Wechsel 1 vom Schwimmen aufs Rad

Radfahren

Laufen

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