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Die Sache mit Facebook

Die Sache mit Facebook published on 2 Kommentare zu Die Sache mit Facebook

In den vergangenen Monaten hatte ich zwei sehr negative Erfahrungen mit Facebook gemacht, die mich veranlasst haben meine Nutzung von sozialen Medien zu überdenken.

Alles was ich dort poste mache ich grundsätzlich immer nur für einem ausgewählten Personenkreis sichtbar. Trotzdem erreichen die Beiträge manchmal auf komischen Wegen dann doch jene, für die das nicht bestimmt war, von denen man das dann wiederum vorgehalten bekommt. Die Welt ist einfach bekloppt geworden.

Mir ist schon klar, dass man immer und überall darauf achten soll was man da postet, und dass das die beste Versicherung ist. Das mache ich auch. Aber selbst wenn man authentisch und mit Bedacht auf Facebook postet, und auch sehr darauf achtet wer welchen Beitrag sehen kann, es gibt immer Leute, die das zum Nachteil auslegen, in ein falsches Licht rücken, und Leute das alles zu sehen bekommen, die es eigentlich nicht sehen sollen. Auf welchen Wegen auch immer.

Eigentlich war mir ja schon immer egal was andere über mich denken. Aber alles in allem führten zwei Begebenheiten dazu, dass ich nur zwei Möglichkeiten gesehen habe:

  1. Alle Personen die mit dem Dienst in Berührung stehen aus dem Kreis der „Freunde“ löschen.
  2. Mich komplett von Facebook zu trennen.

Beides ist irgendwie doof. Denn nicht immer kann man klar zwischen Freunde, Bekannte und Kollegen eine Trennlinie ziehen. Die Übergänge sind fließend. Und Facebook war bisher auch immer eine gute Möglichkeit den Kontakt zu vielen räumlich weit entfernten Personen halten zu können.
Also lautet die vorläufige Entscheidung erstmal nur die Aktivität auf Facebook einzustellen. Aber was ist mit den Beiträgen, die man über all die Jahre schon dort gepostet hat? Von denen wollte ich mich auch gerne trennen. Das ist allerdings sehr aufwendig. Man muss jeden einzelnen Beitrag für sich löschen. Das ist bei fast sechs Jahren täglicher Nutzung der Plattform kaum möglich. Facebook bietet leider keinerlei Funktionen wie „alle Beiträge für Monat X löschen“ oder „alle Kommentare löschen“.

Nach ein bisschen googeln habe ich dann aber eine Möglichkeit gefunden, die ich gerne beschreiben möchte. Da ich mir vorstellen kann, dass andere auch gerne mal mehrere Beiträge auf Facebook für einen bestimmten Zeitraum löschen möchten.

Der Browser Google Chrome bietet ein Add On namens „Social Book Post Manager“.
Man lädt sich also den Browser herunter, installiert das Add On, und ruft dann im Browser seine Facebookprofil und das Aktivitätenprotokoll auf. Dann startet man den Social Book Post Manager und wählt aus, was man für welchen Zeitraum löschen möchte. Ich musste das alles mehrmals rüberlaufen lassen und ein paar Beiträge ließen sich dann doch nur per Hand einzeln löschen. Der Aufwand insgesamt war aber überschaubar und so konnte ich alle Beiträge aus sechs Jahren Facebook löschen.

Ich weiß, dass Facebook das alles nicht wirklich löscht und irgendwo für den eigenen Gebrauch weiter gespeichert hat. Aber für alle anderen ist keinerlei Beitrag mehr sichtbar. Und das war ja auch erstmal das Ziel.

2 Kommentare

Hallo Kai,
so sehr ich deine Entscheidung verstehe, so traurig macht sie mich dann am Ende doch. Ich fand es einfach immer sehr angenehm, aber auch spannend, dir auf diesem Weg folgen zu können. Unc habe auch oft herzhaft gelacht. Letztendlich schreibt man sich halt doch eher unregelmässig längere Mails. Auf diesem Weg war es einfach angenehm, den Kontakt halten zu können. Aber so sind die Dinge halt manchmal. Es könnte alles so schön sein….
Das dich „Kameraden“ in dieser Hinsicht enttäuscht haben, tut mir doppelt leid. Irgendwie vermutet man, dass die Mitarbeiter der Institution Bundeswehr durch einen doch hoffentlich systemimmannent immer noch geforderten Ethos geprägt sein sollten. Aber auch das ist wohl eine Illusion.
Sei’s drum, ich hoffe, dass wir es schaffen, den Kontakt trotzdem weiterhin zu halten. Und ärgere dich nicht länger. Lohnt nicht….
Gruss
Frank

Ich habe tatsächlich lange darüber nachgedacht, wie mit dieser Sache umgehe. Und es war nicht das erste mal, dass ich FB gänzlich an den Nagel hängen wollte. Aber gerade weil ich diese Plattform auch als „Kontaktpflege“ genutzt habe, ist die Entscheidung so gefallen. Jetzt tobe ich erst mal in anderen Medien herum. Auf instagram und hier werde ich auch weiter über Kuriositäten des Lebens und meine sportlichen Abenteuer berichten.
Und kontakt halten haben wir vor der Facebookwelt auch so geschafft.

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