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#wmdedgt 03/2019

#wmdedgt 03/2019 published on Keine Kommentare zu #wmdedgt 03/2019

An jedem 5. des Monats wird getreu dem Motto der lieben Frau Brüllen („Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“) aufgeschrieben was ich an diesem Tag denn so gemacht habe.

06.15 Uhr:
Der Tag beginnt mit Karnevalsmucke im Radiowecker. Schlagartig bin ich wach.
Heute ist Arzttag.

08.00 Uhr:
Der erste Arzttermin ist ein Facharzt etwa eine Stunde Fahrt entfernt. Ich stelle mich an diversen Staus hinten an und nach guten zwei Stunden bin ich am Ziel.

10.00 Uhr:
Da ich die Strecke und die Stauwahrscheinlichkeit schon länger kenne, bin ich entsprechend früh los, und es bleibt sogar noch Zeit für einen sehr leckeren Kaffee im Café Hüftgold.
Und beim Kaffee stöbere ich durch den Blog von der lieben Frau Nessy, die einen super Artikel im Guardian entdeckt hat. Der befasst sich mit Recherchen zu dem Thema, wie wir überall Dinge benutzen, die gar nicht unseren Körpermaßen und -eigenschaften entsprechen, weil häufig der falsche Maßstab angesetzt wird. Also eigentlich nicht der falsche, sondern immer nur der männliche. Es sind offensichtlich männliche Durchschnittsmaße nach denen viele wichtige Dinge bemessen sind. Das führt dann zum Beispiel dazu, dass Arbeitsschutzausstattungen für Frauen quasi ungeeignet sind. Was dann wiederum dazu führt, dass die Schutzwirkung angezweifelt werden darf. Die Recherche liefert zahlreiche Beispiele, die zeigen, wenn man genau drüber nachdenkt, wie absurd unsere angeblich doch so moderne Gesellschaft immer noch ist. Und das ist nicht nur darauf bezogen, dass man lediglich den männlichen Durchschnitt annimmt. Dieser Durchschnitt deckt meist dann auch nur die Hälfte aller Männer ab. Die andere Hälfte, Frauen und Kinder werden überhaupt nicht berücksichtigt und alles was wir so im Alltag nutzen entspricht somit nur einem Bruchteil den Bedürfnissen derjenigen, die die Dinge benutzen bzw. sind nur für diesen kleinen Bruchteil sicher handhabbar. Den sehr empfehlenswerten Artikel finden Sie hier.

11.30 Uhr:
Völlig unerwartet ist die Wartezeit beim Facharzt annähernd bei null. Die anschließende Rückfahrt gestaltet sich zudem noch staufrei.

13.00 Uhr:
Nach dem Besuch beim Facharzt geht der Soldat grundsätzlich immer noch beim Truppenarzt vorbei. Dieser trägt dann den Befund vom Facharzt in ein Bundeswehrkonformes Formular ein. Arzt und ich sehen das beide mit Humor.

16.30 Uhr:
Zwischen den Wolken schaut ein bisschen Sonne durch, und ich entschließe mich noch für einen kurzen und schnellen Lauf um den See. Um ein Haar (genau drei Sekunden) laufe ich an der kürzlich erst aufgestellten Bestzeit vorbei. Danach das übliche Dehn- und Faszienrollenprogramm.

19.00 Uhr:
Abendessen. Salat aus Tomate, Paprika, Gurke, Frischkäse, sowie Kräuterspezialmischung. Dazu wird Manchego gereicht.

20.15 Uhr:
ARD mit Charité.

Wochenende 2./3. März 2019

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Das Bloggen ist etwas kurz gekommen, was an etwas turbulenten Tagen liegt.

Stellen Sie sich vor ihre Mieter schicken ihnen die Kündigung. Am vereinbarten Tag stehen sie als Vermieter zur Übernahme der Wohnung vor der Tür. Die Tür geht auf, sie treten ein und … alles sieht aus wie immer. Also Möbel noch drin, Bücher im Bücherregal usw. so als ob nix gewesen wär.
Kann man sich echt nicht ausdenken, muss man erlebt haben.
Säumige Mietzahlungen veranlassten mich dann auch zum ersten mal in meinem Leben einen Mahnbescheid beim Gericht zu beantragen. Kann man übrigens online machen.
Kurz gesagt: Wenn sie was erleben wollen, vermieten sie einfach mal eine Wohnung.

Sportlich geht es weiter voran. Im Schwimmen mache ich weiterhin große Fortschritte, dank eines guten Trainers im neuen Verein.
Allerdings gibt es auch eine Niederlage zu vermelden: Der neu angeschaffte (und auch sehr teure) Rollentrainer versagte nach der zweiten Benutzung den Dienst, bzw. er macht jetzt sehr verdächtige Geräusche. Ein Anruf beim Händler ergab, dass das Problem von diesem Hersteller allseits bekannt ist. Was mich jetzt in doppelter Hinsicht sehr ärgert. Erstmal der Aufwand das Teil wieder in den Laden zurück schaffen (Fahrzeit dahin eine gute Stunde!) und was ist das für eine schlechte Beratung? Wenn ich so teure Dinger verkaufe und ein Mangel der Geräte allseits bekannt ist, warum wird das dann noch so umfassend angepriesen in diesem Laden? Einfach nur schlecht.

Das schönste Erlebnis am Wochenende verursachte das Kind der Liebsten. Das Kind spielt Trompete in einer Marchingband und durfte in diesem Jahr zum ersten mal Tromptespielend im Karnevalsumzug mit marschieren. Stolz wie Bolle und total K.O. fiel das Kind dann auch daheim direkt aufs Sofa. Der Stolz ist mehr als gerechtfertigt. Denn als Kind fast zwei Stunden im Gleichschritt marschieren, dabei fast ununterbrochen voll konzentriert in die Trompete pusten, und das ganze bei Schietwetter, da habe ich höchsten Respekt!

Dienstag, 12. Februar 2019

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Zuhause. Weil auf Schicht nix mehr ging. Der Arzt meint ich soll mal zur Ruhe kommen. Fällt allerdings schwer. Die Welt wird wohl nicht untergehen, aber ein paar Dinge müssen sich langsam mal ändern.

Trotz kaltem Wind absolviere ich eine sehr lange Laufrunde. Natürlich muss ich langsam mal die Umfänge steigern, aber vorrangig ging es mir heute um Bewegung an der frischen Luft. Einmal um den ganzen anderen Scheiß ein, zwei Stunden zu vergessen. Und dann auch etwas müde zu werden, um heute Nacht vielleicht einfacher in den Schlaf zu kommen. Mal sehen ob der Plan aufgeht.

Zum Abendessen gibts wieder was ohne Kohlenhydrate: Lecker Lachs mit Salatgedöns.

Wochenende 9. / 10. Februar 2019

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Das Wochenende startet mit dem Triathlon-Stammtisch. Wir sind zu dritt und haben im letzten Jahr sozusagen als Saisonabschluss zum ersten mal gemeinsam eine Kurzdistanz als Staffel gemacht, also jeder übernimmt eine der drei Disziplinen. Im letzten Jahr war ich der Läufer, in diesem Jahr bin ich der Radfahrer.
Eigentlich war der Plan in Essen zu starten. Der Verein, der den Triathlon in Essen organisiert, musste diese Veranstaltung jedoch absagen. Die Auflagen, die es inzwischen für solche großen Veranstaltungen gibt, sind so hoch, dass man so etwas für Freizeitsportler nur noch schwer zu einem akzeptablen Preis und Aufwand auf die Beine stellen kann.
Der neue Plan: Der Triathlon in Ratingen. Ich freue mich schon sehr darauf. Auch wenn mein Leistungslevel deutlich unter dem der anderen beiden liegt, ist so eine Staffel eine sehr spaßige Angelegenheit.

So ein verregnetes Wochenende eignet sich prima mal wieder bei der Mischpoke im Sauerland vorbei zu schauen. Die Folge: Alles was ich mir durch meinen Diätplan in der vergangenen Woche heruntergehungert habe ist jetzt komplett samt einer Reserve wieder auf meinen Hüften. Auch die Runde mit den Hunden durch strömenden Regen zwischen Kuchen und Abendbrot hilft da nicht.

Sport muss natürlich auch sein. Regen bzw. Winterwetter sind zum Radfahren eher suboptimal. Deswegen habe ich mich in den letzten Wochen etwas intensiver mit Indorrollen fürs Fahrrad und Trainingssoftware wie Zwift beschäftigt. Zwift ist eine tolle Sache, vor allem weil man verschiedene Events mit Leuten rund um die ganze Welt fahren kann. Oder man kann einfach mal eine Runde durch Innsbruck oder London radeln. Dadurch wird das Rollentraining sehr abwechslungsreich. Ich werde mich bei Zwift nach dem Probeabo erst mal fest anmelden. Parallel teste ich aber auch nochmal bekool, Rouvy und Road Grand Tour.
Sonntag abends nehme ich zur Zeit über den Verein an einem Kraulschwimmkurs für Erwachsene teil. Das läuft wirklich gut und ich kann schon einen großen Erfolg verbuchen.

#wmdedgt 02/2019

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An jedem 5. des Monats wird getreu dem Motto der lieben Frau Brüllen  („Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“) aufgeschrieben was ich an diesem Tag denn so gemacht habe.

05.15 Uhr:
Der Radiowecker macht *klick* und säuselt leise Musik. Wie so häufig in den letzten drei Monaten bin ich aber schon wach und warte eigentlich nur auf den Wecker, um dann aufzustehen.
Der Spiegel im Bad ist der Meinung ich hätte diese Nacht eine harte Kneipentour gemacht. Schön wärs …

06:05 Uhr:
Im Auto schalte ich als erstes die Heizmatte an. Die habe ich geschenkt bekommen, weil ich offensichtlich bei meiner Liebsten zu laut darüber geklagt habe, dass mein Auto über keine Sitzheizung verfügt. Und jedesmal wenn ich das Teil morgens einschalte freue ich mich aufs neue wie Bolle über dieses Geschenk. <3

06:40 Uhr: 
Der übliche Wahnsinn nimmt seinen Lauf. Ich kann gar nicht in Worte fassen wie sehr mich der Dienst zur Zeit schlaucht. Soviel Schafscheiße wie zur Zeit habe ich in über 20 Jahren Dienstzeit noch nicht erlebt. Entscheidungen werden möglichst weit raus geschoben, und dann wenns kurz vor knapp ist verbreitet sich hektischer Aktionismus. Und das in Perfektion.

12:45 Uhr:
Ab nach Hause. Weil mein Körper trotz langem Urlaub über den Jahreswechsel massive Stressreaktionen zeigt, und sich mit Schlafstörungen zur Wehr setzt, hat der Arzt bis auf weiteres die Arbeitszeit reduziert.

13:30 Uhr:
Jetzt könnte man meinen, dass man mit einem halben Tag zuhause richtig was machen kann. Also erstmal auf Sofa, etwas Schlaf nachholen …

15:30 Uhr:
Ich richte mir endlich mal einen Zwift-Account ein. Das hatte ich schon länger vor. Mit Zwift kann man mit dem Fahrrad auf der Indoor-Rolle virtuell durch die Welt radeln. Das ist deutlich spannender und abwechslungsreicher als einfach vor sich hin radeln mit Fernsehkucken. Natürlich gibts gleich eine Proberunde mit 25 Km die wirklich Spaß machen.

18:00 Uhr:
Im Kühlschrank finde ich noch etwas Paprika und Tomaten. Daraus schnippel ich mir einen Abendbrotsalat. Mit einer Tasse Tee gehts dann an den Rechner zum bloggen. 😉 Und damit muss ich jetzt auch fertig werden, denn gleich ist Fussball im TV angesagt.

Wochenende 2. / 3. Februar 2019

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Das Wochenende startet am Freitag Abend sehr unentspannt. Auf der ToDoListe ist nämlich noch der Punkt „Nebenkostenabrechnung für Mieter erstellen“ offen. Bisher hatte ich das immer mit einer selbst gebastelten EXCEL Tabelle gemacht. Die habe ich über die Zeit so perfektioniert, dass man einfach die Zahlen vom Hausverwalter einmal eingibt und zack: Nebenkostenabrechnung für alle Mieter erstellt.
Dieses Jahr nutze ich erstmals die Software „Vermieter“ von WISO. Meine Steuererklärung im letzten Jahr gelang mit WISO-Software relativ einfach. Der Vorteil vom WISO-Vermieter-Programm soll darin liegen, dass das Programm die Eingaben gleichzeitig nutzt, um die Anlage V in der Steuererklärung gleich automatisch zu erstellen. Die Eingabe der Daten erweist sich allerdings als sehr kompliziert und eher zeitaufwendig, weil mein Konstrukt an Objekten und Wohnungen in der Software nicht 1:1 abgebildet werden kann. Es kostet mich sehr viel Nerven. Mal sehen ob die Steuererklärung wirklich einfacher wird. Doch ich denke im nächsten Jahr kehre ich zur altbewährten Technik zurück.

Der Samstag gestaltet sich dafür äußerst entspannt. Zu Weihnachten habe ich der Liebsten samt Kind die RuhrTopCard geschenkt. Und jetzt unternehmen wir jedes Wochenende tolle, spannende Sachen. Diesmal ging es ins Zeiss Planetarium in Bochum. Wegen Astro-Alex ist das Kind neuerdings voll im Astronautenfieber und saugt alles zum Thema Weltall und Raumfahrt auf wie ein Schwamm. Die Mutti schmiedet schon Pläne, wie sie das Kind als zukünftige Kommandantin der ISS zu mehr Ordnung im Kinderzimmer Labor animieren kann. Was mich besonders freut: Man kann die Kinosessel ganz weit nach hinten klappen und die Vorstellung fast im Liegen genießen.
Das Programm führt uns in die unendlichen Weiten des faszinierenden Weltalls, von der Sonne beginnend bis an den sichtbaren Rand unseres Universums. Ich muss sagen, nicht nur das Wissen des Kindes erweitert sich während der Vorstellung, ich selbst lerne sehr viel neues dazu . Irgendwo hatte ich zum Beispiel schonmal gelesen, dass einige Planeten mehrere Monde haben. Aber dass es bei Jupiter und Saturn jeweils über 60 Monde sind, beeindruckt mich dann doch. Wer es nochmal genauer wissen möchte: Astrokramkiste.de .
Funfact: Der Sprecher in dieser Produktion ist Jochen Malmsheimer. Als Fan dieses wirklich wortgewandten Komikers kann ich mich stellenweise nicht auf das Weltall konzentrieren.

Sonntag dann Hallenbad. Ich bin ja neuerdings Mitglied in einem Triathlonverein. Und dort wird für Schwimmlegastheniker wie mich, ein Kraulschwimmkurs für Erwachsene angeboten. Nach bereits zwei Einheiten bin ich schon in der Lage mehrere Bahnen am Stück im Kraulstil zu schwimmen. Jetzt geht es noch um die Feinheiten in der Technik und wie man dann später beim Triathlon möglichst kraftsparend über die Schwimmdistanz kommt. Nach all meinen krampfhaften Versuchen mir diesen Schwimmstil irgendwie selbst beizubiegen, ist der jetzige Kurs ein voller Erfolg. Ohnehin ist dieser Verein eine Tolle Sache. Besonders auch deswegen, weil auf wirklich alle Leistungslevel von sehr Ambitionierten Hobbysportlern bis hin zum reinen Ich-mach-nur-in-meiner-Freizeit-ein-bisschen-Sport-Typ alles berücksichtigt wird. Jeden Tag in der Woche wird ein Training angeboten, auch am Wochenende. Das ist wirklich wunderbar, dass mich da jemand quasi überredet hat in diesem Verein mitzumachen.

08. Januar 2019, letzter Tag auf der Blumeninsel

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Drei Wochen Madeira gehen heute zu Ende. Morgen geht der Flieger zurück nach Deutschland. Mir graut es schon sehr vor dem bevorstehenden Temperatursturz. Ich werde wohl die nächsten Tage viel frieren.

Neben Kofferpacken habe ich den Tag heute vorwiegend mit Essen in Calheta und Wellness im Hotel verbracht.

Ein heimisches Inselgericht ist Espetada, ein Spieß mit Rindfleisch. Das wollte ich unbedingt noch probieren. Die Dame an der Rezeption im Hotel empfiehlt mir ein Restaurant in Calheta. Gegen Mittag mache ich mich auf. Das Restaurant liegt etwas versteckt und ohne genaue Beschreibung und Empfehlung wäre ich hier wohl nie eingekehrt. Ich bekomme einen Fensterplatz mit einer schönen Aussicht.
Normalerweise wird das Fleisch auf einem Lorbeerast aufgespießt. Hier wird das ganze an einem Stahlspieß direkt vom Grill serviert. Dazu bekomme ich frittierte Polentawürfel, die ebenfalls sehr lecker sind, sowie eine rote sehr scharfe Soße und eine grüne Kräutersoße. Alles super lecker und empfehlenswert. Ich bin froh, dass ich das an meinem letzten Tag noch gemacht habe.

Espetada.

Am Nachmittag gönne ich mir eine Ganzkörpermassage im Spa-Bereich des Hotels. Dort muss ich zunächst auf einer Liege Platz nehmen, und dann kommt ein Deckel über mich drüber, wo nur mein Kopf heraus kuckt. Das ganze ist so ein bisschen wir Sarg mit Auskuck. Offensichtlich wird mein skeptischer Blick registriert und die Dame sagt: „It will be very relaxing.“ Lächelnd setzt sie mir einen Kopfhörer mit Vogelgezwitscher und Panflötenmusik auf. Dann fängt die Maschine, in der ich liege, zu brummen und zu vibrieren an. Die Panflöten und Vögel schaffen es nicht wirklich das Brummen zu übertönen. Das ganze geht zehn Minuten. Meine Skepsis bestätigt sich und very relaxing ist das auch nicht.
Danach geht’s in den Massageraum, der sehr gemütlich eingerichtet ist. Auch hier wird leise Entspannungsmusik gespielt, aber ohne Panflöte. Die anschließende einstündige Massage ist auch sehr gut und tatsächlich entspannend. Zum Abschluss gibt’s dann noch ein Tässchen Schokoladentee.

07. Januar 2019, 20. Tag auf der Blumeninsel

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Porto Moniz ist ein Ort im Nordosten der Insel. Er ist für seine Lavapools bekannt. In diese natürlichen Becken spült der Atlantik regelmäßig sein Wasser hinein. Früher wurde diese natürliche Falle dazu genutzt auf einfache Weise die Fische, die der Atlantik mit dem Wasser dort hineinspült, zu fangen. Dazu wurde ein natürliches Gift, das für den Menschen ungefährlich ist (also known as Fischfangwolfsmilch), ins Becken gekippt und die an der Oberfläche schwimmenden Fische einfach eingesammelt. So behauptet es zumindest der Reiseführer.

Heute werden diese Lavapools von Touristen und Einheimischen als Naturschwimmbad genutzt. Die Sonne scheint und das Thermometer zeigt 17 Grad an. An dem schönsten der Lavapools muss man 1,50 Euro Eintritt bezahlen. Ich bin hier vielleicht mit nur zehn weiteren Menschen. Ich frage mich warum das schöne Wetter nicht mehr Leute anlockt. Das Schild am Eingang weist auf eine Wassertemperatur von 18 Grad hin, also gar nicht so wenig.

Blick auf den Lavapool, der hauptsächlich als Naturschwimmbad genutzt wird.
Direkt nebenan rauscht der Atlantik.

Ein paar Leute legen ihr Handtuch aus und legen sich in die Sonne. Dann sehe ich wie die erste sich ins Wasser traut. Zunächst verstehe ich nicht warum sie sich so ziert, wo das Wasser doch gar nicht so kalt ist. Dann berührt mein großer Zeh die Wasseroberfläche … ahhhhhh!….. ARSCHKALT. Aber sowas von! 18 Grad war wohl mehr die Wunschvorstellung des Badeonkels an der Kasse. Jetzt heißt es: Mann oder Weichei! Und ich traue mich. Nach ein paar Schwimmzügen geht es, aber es ist wirklich kalt. Ich schwimme ein paar Bahnen, nebenan rauscht der Atlantik. Hin und wieder schwappen kleine Wellen über die Mauer. Das ist wirklich sehr schön, aber nach kurzer Zeit auch echt zu kalt und ich verlasse das Wasser. Von der Mittagssonne lasse ich mich etwas trocknen, ziehe mich wieder an und gehe noch die anderen Lavapools besichtigen, in denen aber niemand schwimmt, und die nur von vielen Touristen, die aus Bussen fallen belagert und fotografiert werden.

Lavapool mit Blick aufs Meer.

Am Ende der Lavapools ist ein Aquarium bzw. so ein Mini-Aqua-Zoo. Dort lerne ich noch etwas über die heimischen Fischarten. Nach einem kleinen Spaziergang durch den kleinen Ort gönne ich mir noch Kaffee und Kuchen mit Meerblick. Besser kann so ein Montag nicht sein.

Großes Aquarium mit Weihnachtsdeko.
Ich finde solche Aquarien haben immer etwas sehr Beruhigendes an sich und die Fische darin eine beneidenswerte Gelassenheit.
Sehr wichtig:
Nach dem Schwimmen die verbrauchten Kalorien wieder auffüllen.

06. Januar 2019, 19. Tag auf der Blumeninsel

06. Januar 2019, 19. Tag auf der Blumeninsel published on 1 Kommentar zu 06. Januar 2019, 19. Tag auf der Blumeninsel

Die Tage hier auf Madeira nähern sich dem Ende. Leider. Morgen und Übermorgen habe ich mir noch zwei Dinge ohne wandern vorgenommen. Daher wird das heute vermutlich meine letzte Wanderung an diesem wunderschönen Ort sein. Ich finde ich habe den Süden der Insel bisher viel zu wenig bewandert. Deswegen mache ich mich auf in das Tal von Tabua. Durch das Tal fließt ein kleiner Fluss und an den Talrändern entlang schlängelt sich die Levada Nova, an der man prima entlanglaufen kann. 

Der heutige Weg ist wie schon bei den anderen Levadawanderungen von abwechslungsreicher Natur gekennzeichnet. Er ist wenig frequentiert und die Sonne scheint den ganzen Tag über ins Tal hinein. Und kaum biege ich um die erste Ecke, gibt es schon den ersten fantastischen Ausblick ins Tal von Tabua. 

An schönen Ausblicken hat es auf der heutigen Tour nicht gemangelt. Hier der Blick ins Tal von Tabua.
Ein kurzer Tunnel war heute auch wieder mit dabei.
Die Levada geht hier durch eine Felsspalte und ist mit Betonplatten abgedeckt.

Unterwegs entdecke ich außerdem einen Frauenschuh, der in der Felswand klemmt. Ich frage mich welche Cinderella den hier wohl verloren hat. Es ist auch kein Wanderschuh, vielleicht ist das auch der Grund warum er hier zurück gelassen wurde. Nunja, neben vielen Geschichten, die mir durch den Kopf wabern, wie dieser Schuh hierhin gelangt sein kann, frage ich mich auch ob das eine typische Stelle ist, an der, Achtung Wortspiel, Frauenschuh wächst.

Ich wusste bis heute gar nicht, dass auf Madeira auch Frauenschuh wächst. 😉

Der offizielle Wanderweg der Route laut Wanderführer hat am Ende auf der anderen Talseite seinen Wendepunkt. Ich gehe allerdings noch weiter an der Levada entlang ins angrenzende Tal. Dort gehe ich ein bisschen in den Ort Lombada hinein. In einer Gasse entdecke ich eine kleine Kneipe. Die vielen Einheimischen beäugen mich sehr als ich mir eine Cola bestelle. Am Fernseher läuft Fußball. Eine Mannschaft spielt in gelben Trikots, und ich stelle schelmisch die Frage ob das Boroussia Dortmund ist. Alle lachen. Dann ist das Eis gebrochen. Sie Fragen mich woher ich komme, wie ich Madeira finde, was ich alles schon gesehen habe … So verbringe ich eine sehr schöne, sehr angenehme Pause.

Auf dem Rückweg spricht mich dann ein kleiner Junge an „Welcome on Madeira island!“ ruft er mir zu. Er wedelt mit einem alten Block Lose in der Hand und fragt mich ob ich eines kaufen möchte. „How much is one lottery ticket?“. Der Junge schmunzelt. „Maybe one Euro?“, helfe ich ihm. Er nickt. Also gebe ich ihm eine Euromünze. Dann fragt er mich nach meinem Namen, den er dann auf das Los schreibt. Anschließend bekomme ich mein Los. „What can I win in this lottery?“, frage ich. Der Junge denkt nach und weiß nicht recht was er antworten soll. Ich sage „How about a horse?“. Wir lachen beide und er nickt. Dann wünschen wir uns gegenseitig noch einen schönen Tag und ich gehe weiter mit einem Los für ein Pferd in der Tasche und mit dem Wissen, dass dieser maximal 10jährige Junge in der Schule in Englisch gut aufgepasst hat.

#wmdedgt 01/2019 und der 18. Tag auf der Blumeninsel

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In den letzten Monaten des vergangenen Jahres bin ich nie dazu gekommen am 5. des Monats aufzuschreiben was ich eigentlich den ganzen Tag mache. Und jetzt heißt es: Neues Jahr, neuer Versuch am Ball zu bleiben! An jedem 5. des Monats wird getreu dem Motto der lieben Frau Brüllen Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? aufgeschrieben was ich an diesem Tag denn so gemacht habe.

Heute ist nicht nur der 5. Januar, sondern auch mein 18. Tag auf der Blumeninsel Madeira. Und wie in den vergangenen Tagen auch, bin ich heute wieder wandern. Für heute habe ich mich allerdings mit anderen Wanderern zusammengetan und bin nicht wie sonst alleine gewandert. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass man nicht einen Wanderweg suchen muss, der den gleichen Start- und Zielpunkt hat. Man kann ein Auto am Endpunkt parken und dann mit dem anderen Auto zum Startpunkt fahren und es später wieder abholen. Wenn ich bisher eine Levadawanderung gemacht habe, musste ich meistens den gleichen Weg wieder zurückgehen, um zum Auto zu gelangen. 

Die heutige Wanderung geht von Ribeiro Frio nach Portela. Sie verläuft erst entlang der Levada do Furado und dann weiter an der Levada da Portela. Der Wanderweg entlang dieser Levadas ist sehr bequem zu gehen, er ist breit, nur an wenigen Stellen schmal und hat kaum ausgesetzte Stellen. 

Zunächst ist der Weg sehr märchenhaft und verwunschen von Lorbeerbäumen und Kiefern umgeben. Die Aussicht ins Tal ist trotz immer mal wieder auftretendem Nebel relativ gut. Etwa auf der Mitte der Strecke ändert sich die Vegetation und es wird felsiger. Zunächst gehe ich durch einen sehr hohen Felsspalt hindurch. Danach durchläuft der Weg samt Levada immer wieder durch kleine Höhlen.

Trotz Nebel immer mal wieder ein schöner Blick ins Tal.
Tor in eine andere Welt?
Viele kleine Höhlen und Tunnel durch die sich Weg und Nevada schlängeln.

Der letzte Teil des Weges bietet noch einmal eine neue Landschaft. Es geht durch bunt gemischte Waldstücke mit verschiedensten Baumarten. Außerdem wird hier ein riesiger Wasserspeicher passiert. Der scheint aber durchaus noch etwas Wasser gebrauchen zu können. Kurz darauf geht’s an einigen Häusern vorbei und stark bergab und es ist nicht mehr weit zum Zielort Portela.

Bunt gemischte Vegetation mit wundersam gewachsenen Bäumen im letzten Teil der Wanderstrecke.
Wasserspeicher.

Weil noch etwas Zeit ist und der Ort Santana ganz in der Nähe liegt, beschließt die Wandergruppe dort noch die berühmten Madeirahäuschen zu besichtigen und im Madeira Themenpark vorbeizuschauen. Der Park ist kaum besucht. Er ist eine Mischung aus Botanischem Garten und Museumsgebäuden zu verschiedenen Themen, die die Geschichte von Madeira erzählen. Und so lerne ich heute einiges über die Entdeckung der Insel, wie sie besiedelt wurde, wie die Landwirtschaft ermöglicht wurde, wie der Tourismus hierhin kam. Ich lerne etwas über den Weinanbau und die Hochzeit des Zuckers auf Madeira. In einem Gebäude gibt es ein Kino mit bewegten Sitzen, wo es sich quasi so anfühlt als ob man über die Insel fliegt. Das finde ich erstaunlich gut gemacht und ich hätte hier an diesem Ort so etwas gar nicht erwartet.

Gestern hatte ich ja in der Markthalle in Funchal die Frucht der Monstera kennengelernt. Hier im Themenpark entdecke ich heute so eine Pflanze samt Frucht daran. Und jetzt weiß ich auch warum die Monstera bei uns daheim „Fensterblatt“ genannt wird: Die Frucht wächst in einer Blüte, in die man durch ein Fenster hineinsehen und innen die Frucht sehen kann. 

Fensterblatt mit Blüte und darin reifender Frucht.

Das Highlight in diesem Themenpark ist allerdings das extra WC für Kinder. Das erste WC, das eine Kindgerechte Größe hat. Sehr gute Idee!

Mini-WC für kleine Besucher im Themenpark Madeira.

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