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Noch sieben Tage bis zur ersten Olympischen Distanz beim Triathlon in Hamburg

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Ich bin sehr aufgeregt. In sieben Tagen mache ich das, worauf ich fast ein ganzes Jahr hingearbeitet habe: Eine olympische Distanz im Triathlon. Und das in Hamburg, dem größten Triathlon in Deutschland, wenn man von der Kurzdistanz spricht.

Der Weg bis hierhin war von vielen Niederschlägen gezeichnet. Und auch in den letzten Tagen habe ich wieder mit irgendwas herumgekränkelt und die letzten Trainingseinheiten sind ausgefallen. Ich hoffe jetzt inständig, dass die kommenden Tage nichts mehr dazwischen kommt.

Heute habe ich mal mein Trainingstagebuch ausgewertet und festgestellt, dass ich trotz diverser Trainingsausfälle in den letzten zwölf Monaten doch ein paar Kilometer zurückgelegt habe. Es waren immerhin

27 Kilometer im Wasser,
1020 Kilometer auf dem Rennrad und
480 Kilometer unterwegs in Laufschuhen.

Zwischen den Trainingseinheiten habe ich diverse Bücher über Triathlon gelesen. Die Bücher waren in vielerlei Hinsicht ähnlich, was die Trainingslehre, Ernährung und sowas angeht. Unterschieden haben sich die Bücher allerdings oft in den letzten Kapitel, in denen es um die Motivation geht, die einem beim Training und im Wettkampf hilft. Profitriathleten sind in dieser Sache sehr unterschiedlich. Am schönsten fand ich die letzten Zeilen im Buch „Olympische Distanz“ von Anne Haug:

„Du kannst nicht beeinflussen, ob etwas gut oder schief ausgeht. Man hat es nicht in der Hand, ob man Erste, Zweite oder Zehnte wird, eine Medaille holt oder leer ausgeht. Aber: Man muss absolutes Vertrauen und Hoffnung in seinen Weg setzen. Man muss davon überzeugt sein, dass es sich lohnt, für sein Ziel oder seinen Traum zu kämpfen und sein ganzes Herzblut hineinzustecken, egal, was am Ende dabei herauskommt.“

Für mich geht es darum dabei zu sein, dass ich das hier erleben kann:

Und das lohnt sich. Egal wie es ausgeht.
Auf gehts! Hamburg ich komme!

Hauptstadt-Triathlon 2018

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In meinem zweiten Triathlonjahr wollte ich an größeren Veranstaltungen fernab der Heimat teilnehmen. So zieht es mich für meinen ersten Triathlon in diesem Jahr in die Bundeshauptstadt. Auf dem Plan steht noch einmal eine Sprintdistanz, um das neue Rennrad und den Neoprenanzug unter Wettkampfbedingungen zu testen. Da ich die letzten Monate viel mit Krankheiten zu kämpfen hatte wird das nun der ultimative Test, ob ich ich überhaupt an der geplanten Kurzdistanz in Hamburg teilnehmen werde.

Am Vorabend schon die erste schlechte Nachricht: Die Wassertemperatur in der Spree liegt bei 23,8 Grad. Das bedeutet Schwimmen ohne Neopren. Die offizielle Messung am Wettkampftag bestätigt das.

Bevor meine Startwelle ins Wasser darf, gehen noch die Teilnehmer der Kurzdistanz ins Wasser. Der letzte Schwimmer dieser Gruppe kämpft sich mühsam nach über einer Stunde in Richtung Ufer. Einer der Helfer springt spontan ins Wasser und schwimmt ihm entgegen, um ihn zu motivieren. Als die beiden gemeinsam aus dem Wasser kommen, setzt großer Applaus ein. Die Stimmung ist super.

Dann dürfen wir Sprinter ins Wasser und an die Startlinie schwimmen. In mir steigt schon wieder diese leichte Panik auf wie in den letzten beiden Wettkämpfen. Als das Startsignal ertönt und ich los schwimme nehme ich gleich zweimal einen kräftigen Schluck Wasser und bekomme zwei Tritte in die Seite, und ich brauche sehr lange, um richtig in meinen Schwimmrhytmus zu finden. Fast die Hälfte der Strecke kämpfe ich mit Panik und damit die Orientierung zu finden. Aber die zweite Hälfte läuft super, ich kann sogar zwischendurch mal in den Kraulstil wechseln. Nach 21 Minuten steige ich aus der Spree zusammen mit sehr vielen anderen und es sind noch reichlich Leute hinter mir im Wasser. Trotz der Schwierigkeiten bin ich also gar nicht so schlecht unterwegs.

Der Weg zur Wechselzone ist ziemlich lang. Und dann brauche ich auch noch relativ lange, um Shirt und Radschuhe anzuziehen. Helm und Sonnenbrille auf, Startnummer um die Hüfte und rauf aufs Rad. Die Radstrecke hat lang gezogenen Graden und Windschattenfahren ist erlaubt. Alle sind mit hohem Tempo unterwegs. Ich bin sehr stolz auf meine 30 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, aber die meisten sind noch deutlich schneller unterwegs, ich werde reichlich von anderen überholt. Trotzdem wird das am Ende des Tages meine beste Disziplin sein.

Auf der Radstrecke.

Der zweite Wechsel geht deutlich schneller. Nach etwa einem Kilometer laufen dann der Einbruch. Irgendwie fehlt mir die Energie. Ich muss kürzer treten. Aber das ist mir egal. Von den beiden Wettkämpfen im letzten Jahr weiß ich, wenn man erst mal auf der Laufstrecke ist, dann kommt man auch ins Ziel. Egal wie. Die Laufstrecke geht erst entlang der Radstrecke und dann durch einen Park mit angenehm viel Schatten. Unterwegs treffe ich auf Leute, die genauso kämpfen müssen wie ich. Die letzten 300 Meter stehen hunderte von Leuten am Rand und feuern die Zieleinläufer an. Eine Sambatruppe trommelt allen ordentlich ein. Ein toller Zieleinlauf!

Der Blick auf die Uhr sagt: Fast so schnell wie mein allererster Triathlon im letzten Jahr. Mit meinem ordentlichen Trainingsrückstand hätte ich das nicht erwartet.

Insgesamt ist dieser Triathlon besser gelaufen als ich dachte. Das beruhigt mich sehr. Auch wenn mein Trainingsplan definitiv nicht aufgegangen ist, so denke ich dennoch, dass es für Hamburg reichen wird. Vielleicht nicht mit der gewünschten Zeit, aber ins Ziel werde ich kommen.

Noch ein Monat bis zur ersten Olympischen Distanz beim Triathlon Hamburg

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Es bleibt weiterhin schwierig einen Trainingsplan zu verfolgen. Der Dienst lässt derzeit keine zuverlässige Planung zu. Zu allem Überfluss war die letzten zwei Wochen nix mit Sport, da ich auf einer Übung auf dem Truppenübungsplatz gefordert war.

Der erste Lauf nach zwei Wochen am Freitag lief jedoch überraschend gut. Die nächsten vier Wochen werde ich nochmal alles daran setzen mich für Hamburg fit zu machen. Das Ziel bleibt weiterhin „nur“ zu finischen. Von einer guten Zeit habe ich mich längst verabschiedet.

Vor zwei Wochen habe ich zum Test eine Sprintdistanz in Berlin absolviert. Dort konnte ich leider nicht den neuen Neoprenanzug im Wettkampf testen, da das Wasser zu warm war und somit im Neo schwimmen nicht erlaubt war. Nichtsdestotrotz ist der Triathlon in Berlin relativ gut verlaufen. Meine beste Disziplin war überraschender weise das Radfahren. Die Durchschnittszeit von 30 km/h war für mich überdurchschnittlich gut, auch wenn ich damit bei weitem nicht so schnell wie andere Teilnehmer war. Zudem habe ich mich sehr schnell nach dem Wettkampf erholt. Für mich ein Zeichen, dass ich in den letzten Monaten doch etwas an Fitness zugelegt habe.

In jedem Fall freue ich mich jetzt riesig auf Hamburg. Denn Berlin hat sehr viel Spaß gemacht und Hamburg wird ein riesiges Event. Natürlich werde ich davon berichten.

Noch zwei Monate bis zur ersten Olympischen Distanz beim Triathlon Hamburg

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Die letzten vier Wochen waren sehr wechselhaft. Im Moment rätseln die Ärzte noch schwer darüber was da mit mir los ist. Von daher habe ich in den letzten Wochen auch sehr viel Zeit in Wartezimmern verbracht. Insgesamt fühle ich mich momentan relativ gut. Ich habe wieder etwas regelmäßiger trainieren können, jedoch mit deutlich geringeren Umfängen als geplant. Die Trainingseinheiten, die ich mache, laufen aber gut und fühlen sich auch gut an. Das stimmt mich deutlich positiver als noch vor vier Wochen. Allerdings habe ich große Zweifel ob das alles noch für die olympische Distanz in zwei Monaten reicht. Es gibt Tage, an denen überlege ich meinen Startplatz zurückzugeben, an anderen Tagen denke ich, versuchen kann mans ja mal.

In zwei einhalb Wochen habe ich mich für eine Sprintdistanz angemeldet. Die war ursprünglich dafür gedacht, das ganze neue Zeugs in einem Wettkampf auszuprobieren: Neo, Rennrad und Co. Inzwischen ist diese Sprintdistanz die Wegmarke, von der ich meine Teilnahme in Hamburg abhängig mache. Denn von da an sind es noch sechs Wochen bis Hamburg. Wenn ich die Sprintdistanz halbwegs locker schaffe, dann werde ich bei meinem Ziel Hamburg bleiben. Wenn ich mich jedoch zu sehr über die Sprintdistanz quäle, dann mache ich für dieses Jahr an die olympischen Distanz erst mal einen Haken.

Mein Training habe ich in sofern geändert, dass ich zwischen den Ausdauereinheiten jeweils einen Tag Pause mache. An diesen Tagen mache ich wenn überhaupt lockeres Krafttraining. Dadurch haben sich die eigentlichen Triathloneinheiten auf maximal vier in der Woche reduziert. Mal sehen wie sich das entwickelt und ob ich demnächst die ein oder andere „lange Einheit“ machen kann. Wenn das so sein sollte, bin ich wieder guter Dinge in Hamburg dabei sein zu können. Ich will ja auch nicht aufs Siegertreppchen, sondern nur vor dem Besenwagen im Ziel sein.
Es bleibt spannend.

#wmdedgt 5/2018 mit Yoga auf einer Burg

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Ich frage mich in diesem Jahr am 5. eines Monats was ich eigentlich den ganzen Tag so mache. Getreu der Initiative von Frau Brüllen, die das Tagebuchbloggen großartig beherrscht.

Natürlich weiß ich auch, dasss wir heute schon den 8. haben, aber nunja… Ich war am 5. Mai verhindert. Und der 5. Mai hing stark mit dem 4. und dem 6. Mai zusammen. Und danach war ich so sehr entspannt, dass ich nicht bloggen konnte. Aber der Reihe nach:

Am Freitag bin ich nach Aachen gefahren. Denn an diesem Wochenende hat meine liebste Yoga-Lehrerin zu einem zweitägigem Yoga-Seminar geladen. Auf einer kleinen, wunderschönen, gemütlichen Burg in einem kleinen Dorf in der Nähe von Aachen.
Der Burgbesitzer ist auch ein Mitglied in dieser Yoga-Connection, und weil ich von weiter weg komme, hatte er mir angeboten bei ihm zu übernachten. Allerdings nicht auf der Burg, sondern in seiner schönen Altbauwohnung im Aachener Zentrum.
Es ist wunderbar den Burgbesitzer wieder zu sehen. Es ist fast eineinhalb Jahre her, dass wir schweißgebadet nebeneinander geyogat haben. Bevor wir einschlafen gehen wir inklusive seiner Frau ein Eis essen, flanieren in einem Park und unterhalten uns über Gott und die Welt. Die beiden praktizieren eine wunderbare Lebensweise. Sie sind beide Architekten und Arbeiten nur soviel wie sie beide gerade zum Leben brauchen. Arbeiten, um zu leben, nicht leben, um zu arbeiten. Ihre Biografie ist spannender als jeder Krimi. Wir quatschen und lachen sehr viel bis ganz tief in die Nacht. Ein Abend wie ich ihn schon lange nicht mehr genießen konnte.

Samstag Morgen geht es nach einem kurzen Frühstück zur Burg. Ein Schmuckstück und liebevoll hergerichtetes Zuhause. Und sie wird tatsächlich bewohnt. Das macht die Burg so einladend. Bevor die anderen kommen, räumen wir in der oberen Etage noch ein paar Möbel zur Seite, so dass dort zehn Yogamatten ihren Platz haben.
Und dann erscheinen sie alle, die ganze Yogatruppe, und ich merke wie sehr ich die alle vermisst habe. Es ist ein bisschen wie nach hause kommen. Die Yogalehrerin drück mich lange und die Wiedersehensfreude ist echt groß. Und dann geht es auch schon los. Den ganzen Tag öffnen wir unsere Rippenbögen, machen den Hund und spannen unsere Bandhas an. Atmung und Bewegung. Der Tag vergeht wie im Flug. Ich habe schon mehrmals mit dieser Gruppe auf dieser Burg einen ganzen Tag mit Yogaübungen verbracht. Es ist eine besondere und kaum beschreibbare Stimmung. Die Gruppe ist untereinander und mit der Yogalehrerin auf gleicher Wellenlänge unterwegs. Am Ende des Tage fühle ich mich total fluffig und schwebe vom Hof.
Der Abend ist wie der letzte. Gemütlich eine Kleinigkeit essen, erzählen, zuhören, viel Lachen. Und ich lerne an dem Abend Night on Earth kennen.

Der Sonntag startet entspannt mit Frühstück und es geht ein weiteres mal in Richtung Burg. Der Vormittag ist geprägt von immer anstrengender werdenden Asanas. Man merkt sehr schnell Fortschritte wenn man eineinhalb Tage sich nur mit Yoga beschäftigt. Und das macht unglaublich viel Spaß, sorgt für schöne Erfolgserlebnisse und ist zudem der beste Ausgleich zum Triathlontraining.
Am Mittag wird ein Buffet aufgebaut zum brunchen. Jeder Yogi hat etwas mitgebracht. Im Burghof neben dem Kräutergarten sitzen wir in der Sonne, essen und trinken. Die Stimmung ist erst etwas andächtig wird aber schnell wieder Lustig. Bis in den Abend hinein unterhalten wir uns über schöne und nicht ganz so schöne Dinge unserer jeweiligen Lebenswege, wie wir zum Yoga gekommen sind, was Yoga mit uns macht. Es sind Gespräche, die auf den Grund gehen, sie machen nachdenklich, aber es wird auch viel gelacht. In der Abendsonne nehmen wir uns alle zum Abschied nochmal in den Arm. Das schöne Yoga-Wochenende ist zu Ende, aber das nächste ist schon geplant.

Heimweg. Das Auto surrt über die Autobahn. Kein Radio. Gedanken kommen und gehen, ohne, dass sie mir den Kopf zermürben. Das ist es, was Yoga mit mir macht.

Bikefitting mit Georg Potrebitsch

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Letztes Jahr hatte ich mir mein erstes Rennrad gekauft. Für mein Ziel Kurzdistanz schien mir mein Trekkingbike dann doch nicht die beste Alternative.
Die ersten Ausfahrten mit dem neuen Rennrad waren sehr fordernd. Die deutlich andere Sitzhaltung ist schon recht gewöhnungsbedürftig. Die Clickpedale habe ich nur auf der Indoor-Rolle genutzt, vor Angst im Falle eines Falles nicht rechtzeitig die Füße lösen zu können.
Ein Freund berichtete mir dann, dass er ein Bikefitting gemacht hat, und ihn das enorm weiter gebracht hat.

Jetzt stehe ich bei Georg Potrebitsch im Keller. Seinem „Spotkeller“. Die Wände geschmückt mit seinen sportlichen Erfolgen und Erfolgen von jenen, die er trainiert und beraten hat. Von 2010 bis 2015 war er Profitriathlet und ist immerhin Deutscher Meister auf der Langdistanz geworden und hat auch in Hawaii einen respektablen 31. Platz gemacht.

Bikefitting
Zunächst möchte Georg wissen was ich sportlich als nächstes vor habe und wie viel Erfahrung ich im Triathlon habe. Er begutachtet mein Rennrad. Sein Fazit: Die Beratung beim Kauf war gut, denn es ist für den Preis ein sehr gutes Rad und es ist passend für mich und das was ich vorhabe. Das beruhigt mich sehr. Denn beim Kauf war ich mir maximal unsicher, wenngleich ich auch das Gefühl hatte, der Verkäufer in dem Laden wusste wovon er spricht.
Danach begutachtet er noch meine Schuhe, da ist sein Fazit nicht ganz so gut.
Das Rad wird in eine Rolle gespannt und ich soll mal eine Runde treten. Vor mir ist ein Monitor, auf dem ich mich von der Seite sehen kann. „Und? fühlst Du Dich wohl?“ – „Naja, für so ne Runde treten gehts, aber wenn ich länger fahre definitiv nicht.“ – „Habe ich mir gedacht.“ Georg lacht. „Steig mal ab.“
Georg fängt an den Lenker zu verstellen und er schraubt einen anderen Sattel drauf. Als ich zum zweiten mal auf das Rad steige denke ich: Verdammt! Das geht ja auch bequem! Auch auf dem Monitor sehe ich von der Seite gleich viel dynamischer aus. Und so geht es einige Male. Ich trete, Georg beobachtet, stellt Fragen, dann stellt er was um und es wird immer besser. Wir probieren auch einige Triathlon-Aufsätze aus. Ich hatte eigentlich noch nicht daran gedacht sowas zu nutzen, da ich erstmal überhaupt mit Rennrad und Clickpedale zurecht kommen wollte. Aber ich erkenne schnell, dass so ein Lenkeraufsatz Sinn macht. Zum Schluss werden noch die Schuhe richtig eingestellt und alles fühlt sich deutlich besser an. Auch auf dem Vorher-Nachher-Foto kann man deutlich die Unterschiede erkennen.
Nebenbei gibt Georg mir noch zahlreiche Tipps. Zum Beispiel sollte man sich die Kosten für teures Lenkerband sparen und stattdessen das Band für Tennisschläger kaufen. Auch das kann ich bei ihm testen.

Zum Schluss misst er die Einstellungen mit Maßband aus und trägt die Maße in eine Zeichnung ein. So kann ich später die Einstellungen zuhause ganz leicht wieder herstellen. Es gibt noch zahlreiche Tipps zu Ernährung und Stabilisierung bestimmter Muskelgruppen.
Nach fast zwei Stunden packe ich mein Fahrrad wieder in den Kofferraum und fahre heim.

Georg hat sich viel Zeit genommen und ist mit viel Geduld auf meine ganz persönlichen Gegebenheiten eingegangen. Das war insgesamt eine top Beratung, die mir echt weiter geholfen hat. Die erste Ausfahrt mit den verbesserten Einstellungen war super und hat sofort gezeigt, dass so ein Bikefitting eine echt gute Investition ist.

Und weil ich die Beratung von Georg wirklich sehr gut weiterempfehlen kann, hier ein Link für mehr Infos: http://www.kann-sport.de/

Noch drei Monate bis zur ersten Olympischen Distanz beim Triathlon Hamburg

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Ich sags vorweg: Es sieht momentan nicht gut aus.
Vor einem Monat war ich noch recht zuversichtlich. Die Erkältungszeit war vorbei, und ich hatte den Glauben jetzt richtig mit dem Training durchstarten zu können.

Doch kaum hatte ich den Beitrag veröffentlicht, wurde ich auch schon von der Grippewelle erfasst. Fast eine Woche im Bett verbracht. Und fast eineinhalb Wochen Traingspause obendrauf. Nach zweieinhalb Wochen ohne Sport dann wieder das erste vorsichtige Training. Ein Lauf der unterirdisch schlecht war. Alles was ich mir mühsam erarbeitet hatte war wieder weg. Beim Schwimmen ähnlich. Beim Radfahren war ich eh noch nicht richtig angefangen. Die erste Woche nach der Krankheit heißt das ja alles noch nix.
Und so traute ich mir in der zweiten Woche ein Koppelttaining zu. Das war überraschend gut, und machte mir wieder richtig Mut.

Und ich habe noch etwas wichtiges gemacht: Ein Bikefitting. Es hat sich richtig gelohnt, sich mal von einem Profi richtig aufs Rad setzen zu lassen. Die erste Ausfahrt mit den neuen Einstellungen war entsprechend gut. Über das Bikefitting wird es noch einen extra Beitrag geben.

Nach noch nicht mal zwei Wochen wieder im Training dann eine ganze Nacht lang Schüttelfrost, Übelkeit und Schmerzen.
Gestern dann zum Notdienst. Ergebnis: Akute Blasenentzündung.

Keine Ahnung was das ist, aber es jagd ein Infekt den nächsten. Es ist wirklich frustrierend. Mal sehen was der Arzt morgen dazu sagt.
Ich habe jedenfalls nur noch wenig Hoffnung eine Olympische Distanz in diesem Jahr zu schaffen. Wenn ich jetzt wieder zwei Wochen nicht trainieren kann, dann wird aus Hamburg nichts.

Noch vier Monate bis zur ersten Olympischen Distanz beim Triathlon Hamburg

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Heute in vier Monaten gehts los: Meine erste Kurzdistanz. Doch mein Trainingsplan, der mich über den Winter bringen sollte ist nicht aufgegangen. Etwas Aufbau der Muskulatur im Rücken und Arbeit in der Grundlagenausdauer waren der große Plan. Die Realität waren vier Runden hartnäckiger tödlicher Männerschnupfen. Ich habe mich jedes mal dazu gezwungen mich zu schonen und die Finger vom Sport zu lassen. Trotzdem zog sich diese Rüsselseuche jedes mal sehr lange hin. Der Trainingsrückstand ist schon sehr niederschmetternd und enttäuschend. Aber: Es nützt ja nix. Ich hoffe jetzt, dass mit Beginn des Frühlings die Krankheitshpase vorbei ist und es mit neuem Elan im Training vorwärts geht. In vier Monaten kann man noch viel erreichen.

Der Trainingsplan sieht immer zwei Wochen mit mindestens fünf Tagen Training vor, und sich einer anschließenden Ruhewoche mit nur drei Tagen Training. Eventuell stelle ich das noch um auf 3 Wochen / 1 Woche. Im Schwerpunkt wird sich alles ums Radfahren drehen, denn hier habe ich noch das größte Delta und da sehe ich sehr viel Potential meine Gesamtzeit wesentlich zu beeinflussen. Zufällig habe ich fast direkt vor meiner Haustür einen asphaltierten Rundkurs von ca. 800m Länge, den die Stadt in den 80er Jahren für Radsportvereine angelegt hat, gefunden. Eine ideale Trainingsstrecke, die außerhalb von den Zeiten der Sportvereine für jedermann zur Verfügung steht. Die werde ich in den kommenden Wochen ausgiebig testen. Denn der Vorteil an so einer Runde ist, dass dort kein Straßenverkehr stattfindet, der ja für Rennradsportler öfters mal gefährlich sein kann.
Damit das Radfahren angenehmer wird und die Gelenke richtig belastet werden, werde ich in den kommenden Tagen ein Bikefitting bei einem Profi in Anspruch nehmen. Ich bin mal gespannt was dabei rum kommt.

Das Lauftraining habe ich schon in den letzten Wochen mit Intervalltrainings gefüllt. Dies im Wechsel mit langen ruhigen Läufen soll noch dafür sorgen auf 10 Km unter eine Stunde Laufzeit zu kommen. Erste Wirkung ist schon spürbar.

Beim Schwimmen werde ich weiter versuchen ein Kraulschwimmer zu werden. Aber hier geht es nur sehr beschwerlich voran. Was das Schwimmen angeht, bin ich einfach ein Körperklaus. Immerhin habe ich mir vor kurzem meinen ersten Neoprenanzug gekauft. Der wird im Wettkampf für etwas mehr Auftrieb und eine deutlich bessere Wasserlage sorgen. Eventuell besuche ich demnächst noch einen Schwimmkurs. Mal sehen.

Alles in allem bin ich wieder etwas zuversichtlicher als noch vor vier Wochen.

Warum ich gerne Wintersport kucke

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In diesen Tagen läuft ja viel Wintersport im Fernsehen. Ich war schon immer ein leidenschaftlicher Sportkucker. Sowohl live als auch im Fernsehen. Ich bin sehr gut darin mich für andere und über ihre sportlichen Leistungen zu freuen. Egal in welcher Disziplin.
Wintersport anzusehen finde ich besonders toll. Warum? Weil es so schön einfach ist. Man kann es so schön nebenbei anschauen. Bei vielen Sportarten musst Du am Ball bleiben. Mal eben aufs Klo gehen ist nicht. Ich weiß noch damals bei der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Nach dem 1:0 für Deutschland dachte ich, gut, jetzt kannze mal eben kurz auf Klo für Pippi. Nach ein paar Minuten kam ich zurück vor den Fernseher und traute meinen Augen kaum, 5:0 für Deutschland! So ein Mist! Einmal nur kurz pullern gewesen und das halbe Spiel dabei verpasst ….
Auch die Regeln sind bei vielen Sportarten komplizierter als beim Wintersport. Ständig wird da über Schiedsrichterentscheidungen diskutiert und ob es nun einen Videobeweis braucht oder nicht.
Ganz anders beim Wintersport. Da kannste mal eben die Wäsche aufhängen, und wenn Du wieder zurück bist wird regelmäßig eine Tabelle mit aktuellem Sachstand eingeblendet. So wirklich verpassen tut man da nix. OK, wenn zwischendurch spektakuläre Stürze sind oder neue Rekorde …. aber hey, das wird auch in jeder zweiten Zeitlupe dann nochmal gezeigt und analysiert. Und auch die Regeln sind denkbar einfach. Es geht einfach nur darum, wer als erstes ankommt oder wie weit er springt. Etwaige Tore im Schnee müssen ordnungsgemäß durchfahren werden, den Eiskanal darf man nicht über die Bande verlassen und ein Telemark am Ende sieht gut aus. Auch das Schießen beim Biathlon ist simpel: Weißer Punkt heißt getroffen, für jeden schwarzen Punkt ne extra Runde einlegen.
Es ist wunderbar entspannend und so herrlich unaufgeregt. Und noch ein Vorteil: Am Ende des Wettkampfes habe ich noch nie davon gehört, dass sich die Fans gegenseitig verprügelt haben, oder dass der Wettkampf unterbrochen werden musste, weil irgend so ein Idiot ein Bengalo gezündet hat.
Einen Nachteil hat die Übertragung von Wintersport am Wochenende allerdings: Die Sendung mit der Maus muss auf ARD den Wintersportathleten weichen. Deswegen freue ich mich dann auch irgendwann auf das Ende der ganzen Wintersportübertragungen.

Ups, I did it again!

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Jeder Triathlon ist anders. Das wird mir schon am Abend vor dem Wettkampf klar, als ich meine Startunterlagen abhole und mit dem Auto die Radstrecke abfahre. Im Gegensatz zu meinem ersten Triathlon geht es hier ganz schön bergauf.

Sehr früh und aufgeregt stehe ich auf einem Parkplatz am Möhnesee. Hier startet gleich der Triathlon, den ich eigentlich als meinen ersten machen wollte, der aber dann mein zweiter ist. Es ist relativ kühl und windig. Auch diesmal habe ich einen kleinen Fanclub dabei: Mein Vater und mein Bruder, samt Frauen und Kinder.

Zuerst starten die Teilnehmer der Olympischen Distanz. Der Wind hat stark zugenommen und der See sieht sehr wellig aus. Gute Schwimmer schaffen die 1500 Meter in etwa 20 Minuten. Nach 25 Minuten steigt der erste aus dem Wasser. Alle um mich herum munkeln, wie schlecht die Schwimmbedingungen bei diesem Wind sind. Das zeigt sich auch deutlich an den Schwimmzeiten. Für die Olympische Distanz gibt es eine Sperrzeit, in der man das Schwimmen abgeschlossen haben muss. Hier liegt diese bei 45 Minuten. Nach diesen 45 Minuten ist allerdings noch gut die Hälfte aller Athleten im Wasser. Daher sieht man aufgrund des Wetters von der Einhaltung der Sperrzeit ab. In mir steigt ein ungutes Gefühl auf. Der Start für meine Distanz wird nach hinten geschoben.

Dann geht es los für die Sprintdistanz. Ich stehe mit rund 250 Leuten am Ufer. Startsignal. Ich halte mich etwas zurück und lasse die Übermotivierten erstmal vorbei. Der Wellengang ist wirklich enorm. So richtig mit Technik schwimmen vergesse ich sofort, denn ich habe Mühe mich überhaupt über Wasser zu halten. Panik will ich das nicht nennen, aber mir wird schnell klar, dass das alles nicht gut ist. An der ersten Boje bin ich schon ziemlich erschöpft. Um mich herum rufen plötzlich mehrere Schwimmer um Hilfe. Kurz überlege ich auch mich aus dem Wasser fischen zu lassen. Der DLRG Mann steuert mit seinem Boot bereits auf mich zu, ich winke ab und gebe ihm zu verstehen: Ich will nicht aufgeben.

Ich fasse einen Entschluss: Du wirfst jetzt alle Schwimmtechnik über Bord und scheißt auf die Zielzeit! Ankommen ist jetzt angesagt!
Und so schwimme ich wie Omma Pasulke mit Blümchenbadekappe im Dortmunder Südbad in Richtung Strand, den Kopf stets über Wasser irgendwie durch die Wellen hindurch. Ich brauche 22 Minuten für 500 Meter (geplant hatte ich so um die 10!). Als einer der letzten steige ich aus dem Wasser. Enttäuschung kommt in mir auf. Aber egal, ich habs geschafft und torkle ziemlich entkräftet zu meinem Fahrrad in der Wechselzone.

Auf dem Fahrrad geht es gleich mit einer Steigung los. Nach diesem Disaster im Wasser japse ich nun auf dem Fahrrad im Schildkrötentempo den ersten Berg hoch. Bis auf ein paar von der Olympischen Distanz, die mich auf ihrer zweiten Runde überholen, bin ich relativ allein auf der Strecke. Die Strecke ist wunderschön, nach der ersten Bergabfahrt macht das ganze wieder richtig Spaß. Mit neuer Motivation trete ich in die Pedale, überhole sogar noch drei Mitstreiter. Auf der Hälfte sehe ich jemanden sein Fahrrad schieben. Ihm ist die Kette gerissen.
Bei der letzten Steigung nähert sich von Hinten ein Rennradfahrer. Er ist gute 20 Jahre älter als ich und kein Teilnehmer hier am Triathlon. Als er auf meiner Höhe ist, lächelt er mich an und sagt: „Du machst das super! Nur noch diese Steigung und dann hast Du es geschafft! Weiter so!“
Ich hebe meinen Daumen und japse so etwas wie „Danke!“ und trete nochmal ordentlich rein.

Zurück in der Wechselzone entdecke ich am Rand meinen Vater. „Junge! Wie isses? Haste noch Luft?“, ruft er mir zu. Für eine Antwort habe ich definitiv keine Luft. Meinen Blick deutet er jedenfalls richtig, und er stellt keine weiteren Fragen.

Die Laufstrecke schaffe ich sogar in meiner üblichen Zeit. Im Ziel werde ich von meinem Fanclub in Empfang genommen. Ich gönne mir ein alkoholfreies Bier um den Elektolyte-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Ich bin völlig erledigt. Aber stolz. Ich habe deutlich länger gebraucht für diesen Triathlon als für meinen ersten. Das ist mir aber völlig egal. Denn ich habe das Ding zu Ende gebracht, auch wenn es nicht gerade optimal gelaufen ist. Es hat Spaß gemacht, auch wenn es nicht sehr vielversprechend begonnen hat. Der Weg ist das Ziel. Das ist es was Triathlon ausmacht. Nicht mehr und nicht weniger.

Als ich mich vom Möhnesee auf den Heimweg mache steht für mich fest:
2018 Olymische Distanz.

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