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#Endstationen – U41 Clarenberg

#Endstationen – U41 Clarenberg published on 1 Kommentar zu #Endstationen – U41 Clarenberg

Es gibt viele Gründe warum ich mir die Endstation Clarenberg als ersten Beitrag für das Blogprojekt #Endstationen ausgesucht habe. Zum Beispiel fährt die U41 fast bei mir vor der Haustür vorbei. Clarenberg ist auch die einzige Endstation an der ich eine Zeit lang regelmäßig ausgestiegen bin, weil ein sehr liebenswerter Mensch dort in der Nähe wohnte. Ich verbinde eben so einiges mit dieser U-Bahn-Station.

Wenn man aus der Station an die Erdoberfläche kommt, fällt man fast direkt in einen kleinen Kiosk. „Bei Tante Erika“ sieht es so aus, wie ich mir früher immer die typische Trinkhalle im Ruhrgebiet vorgestellt habe (in meiner sauerländischen Heimat sagt man „Büdchen“ dazu).  Ein Freund, der gebürtig aus Dortmund kommt, erklärte mir vor einiger Zeit, dass die Trinkhallen in der Hochzeit des Kohleabbaus wichtige Anlaufpunkte zur Trinkwasserversorgung waren. Das Kioskhafte mit Schokoriegel und Zigaretten kam erst später dazu.

Für ein Feierabendbierchen bei Tante Erika war es noch etwas zu früh. 😉

Gegenüber von Tante Erika befindet sich das Goystadion. Das hatte ich mir bis heute noch nie angesehen. Vielmehr ist mir immer der Wegweiser zum Stadion an einer Hauptstraße aufgefallen, weil ein Scherzkeks aus dem „o“ mit einem aufgesprühten Strich ein „a“ gemacht hat, so dass daraus ein „Gaystadion“ wurde. Ich sach ma so: Ein Scherz weit unter #Flachwitzfreitag-Niveau.
Im Stadion trainiert unter anderem der VFL Hörde. Laut Schild an den Umkleidekabinen ist dieser Verein ein „Stützpunktverein für Integration durch Sport“. 

Goystadion.
VFL Hörde mit besonderem Auftrag.

Die Endstation Clarenberg liegt im Stadtteil Hörde, dem alten Arbeiterviertel, dass einst das Stahlwerk PHÖNIX und Hochofen beherbergte, was inzwischen mit dem dort angelegten Phönixsee ein Erholungsgebiet mitten in der Stadt geworden ist. Die Wohnungen rund um die Endstation könnten unterschiedlicher nicht sein. Es gibt ein paar Hochhäuser, Häuser mit Genossenschaftswohnungen und Häuser im Jugendstil (glaube ich).

Hochhäuser am Clarenberg.
Der nachträglich angebrachte Balkon kommt immer mehr in Mode.
Rund um den Clarenberg viele Häuser mit ein bisschen Jugendstil.

In der Teutonenstraße klafft zwischen den Jugendstilhäusern eine große Lücke. Das Haus, das dort vor ein paar Jahren noch stand, wurde durch eine Gasexplosion zerstört. Ein offenbar geisteskranker Mann hatte damals den Gasherd in seiner Wohnung von der Wand weggezogen, dabei die Gasleitung beschädigt und das ausströmende Gas angezündet. Nicht alle Bewohner haben die Explosion damals überlebt. Der Täter hat schwerverletzt überlebt. Wie das ganze juristisch ausgegangen ist, habe ich nie weiter verfolgt. Wenn ich mir vorstelle, dass ich mal vom Einkaufen zurück zu meiner Wohnung komme und eine Gasexplosion hat das Haus von jetzt auf gleich dem Erdboden gleich gemacht … 

Seit einigen Jahren fehlt hier ein Haus wegen einer Gasexplosion. Die „Lücke“ gibt den Blick in die teilweise sehr schönen Innenhöfe frei, die man hinter den Häuserfassaden gar nicht so vermutet.

Zwischen den Wohnhäusern versteckt sich übrigens ganz unscheinbar das Finanzamt Dortmund Hörde. Wenn ich nicht an einem Hinweisschild für einen Parkplatz vorbei gekommen wäre, hätte ich das Finanzamt glatt übersehen.

Wenn man nur mal eben seine Steuererklärung abgeben will, sollte man hier schonmal nicht parken.

Und wenn Sie glauben, das AKROPOLIS gibt es nur in der Lindenstraße, dann muss ich Sie enttäuschen: Es steht in Wirklichkeit in Dortmund Hörde.

AKROPOLIS. Vasili war aber nicht da.

Die Idee hinter den #Endstationen.

#Endstationen

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Innerhalb von Dortmund fahre ich oft mit der U-Bahn. Das erspart nervige Parkplatzsuche und unentspannte Erlebnisse im Straßenverkehr der Großstadt. Und wie ich finde: Es entschleunigt. Viele Menschen finden das Fahren mit ÖPNV nervig und schwören auf ihr Auto. Ich hingegen finde das Fahren mit der U-Bahn oft sehr entspannend. Ich muss mich nicht auf den Verkehr konzentrieren und kann meinen Gedanken nachhängen, kann interessante Menschen beobachten und mir ausdenken wo sie grade hinfahren, was sie gleich erledigen werden oder woher sie grad kommen.

Manchmal, wenn ich an einer Station aussteige, an der ich noch nie war, bin ich überrascht, was es rund um die U-Bahn-Station zu entdecken gibt. Und dann frage ich mich, was es wohl an den Stationen zu entdecken gibt, an denen ich bisher nur vorbei gefahren bin.

Und während ich da letztens in der U-Bahn so meinen Gedanken nachgehangen bin, kam mir die Idee zu einem Blogprojekt:

Ich fahre nach und nach zu jeder U-Bahn-Endstelle in Dortmund und schaue was es dort zu entdecken gibt. Unter #Endstationen und natürlich hier im Blog werde ich berichten, was ich an den jeweiligen Endstationen gefunden und erlebt habe.

Natürlich weiß ich nicht ob es so ein ähnliches Projekt oder diese Idee bereits schon irgendwo gibt, fände es aber spannend wenn auch andere in anderen Städten mit U-Bahnen die Endstationen bereisen und auch darüber schreiben. Ich glaube dabei kann man in vielen Städten tolle Dinge entdecken, die in keinem Reiseführer zu finden sind.

Also: Macht Euch auf zu den #Endstationen !

Hier die Links zu den jeweiligen Beiträgen:

(Noch nicht verlinkte Stationen sind geplant oder in Arbeit.)

U41 Clarenberg (29.01.2019)
U41 Brambauer

U42 Grotenbachstraße
U42 Grevel

U43 Dorstfeld Betriebshof
U43 Do-Wickede

U44 Walbertstraße/Schulmuseum
U44 Westfalenhütte

U45 Westfalenhallen
U45 Fredenbaum

U46 Brunnenstraße
U46 Westfalenhallen

U47 Do-Westerfilde
U47 Aplerbeck

U49 Hacheney (Zoo)
U49 Hafen

H-Bahn Technologiezentrum
H-Bahn Eichlinghofen

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