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24. Dezember 2018, 6. Tag auf der Blumeninsel

24. Dezember 2018, 6. Tag auf der Blumeninsel published on Keine Kommentare zu 24. Dezember 2018, 6. Tag auf der Blumeninsel

Die ganze Nacht hat es gestürmt. Heute Morgen macht der Sturm keinerlei Anstalten nachzulassen. Zum Wandern ist das wieder nix. Also entschließe ich mich kurzerhand in die Inselhauptstadt Funchal zu fahren.

Vom Hafen aus fährt eine Seilbahn zu dem ersten der beiden Botanischen Gärten von Madeira, dem Monte Palace. Der ganze Garten ist im orientalischen und asiatischen Stil gehalten. Neben zahlreichen Pflanzen und beeindruckenden Gärten findet man überall kunstvoll bemalte Kacheln. Die meisten zeigen Bibelgeschichten und die Geschichte Portugals. Darüber hinaus findet man asiatische Skulpturen, Buddha-Skulpturen, aber auch afrikanische Skulpturen. Zwischendrin stolpert man dann noch über moderne Kunst, bunte Kisten oder einer riesigen, von einem Goldrahmen umrandeten Wand, die ich liebevoll „Blue Screen“ getauft habe. Diese Mischung aus Garten und Kunst ist wunderschön. Sowas in der Art ist mir bisher noch nicht begegnet. Entweder Garten oder Kunst, aber nie in dieser Zusammenstellung.

Palmen und Asiastil.
Kachelkunst. Die meisten mit Bibelgeschichten.

Vom Monte Palace geht eine weitere Seilbahn zum Jardim Botanico. Neben allen möglichen Zierpflanzen werden hier auch Nutzpflanzen in kleinen Feldern angebaut. Der Garten ist an einem Hang gelegen, so dass man ganz viele Aussichtspunkte auf Funchal genießen kann.

Vom Jardim Botanico hat man wunderschöne Ausblicke auf Funchal und die Berge drumherum.

Ich verlasse die Gärten und mache mich in Richtung talabwärts auf. Ich gehe durch ein Wohnviertel mit vielen kleinen Gassen. Funchal hat trotz seiner Größe (112.000 Einwohner) irgendwie einen dörflichen Charakter. An einer Schule sehe ich ein sehr schönes Verkehrszeichen, das bedeutet, dass der Bereich vor der Schule eine Kurzparkzone ist, um die Kinder aus dem Auto steigen zu lassen. „Kiss and Ride“ steht darauf. Das finde ich ausgesprochen putzig. 

Kiss & Ride, ein Parkplatz um die Liebsten an der Schule abzusetzen.

Im Hafen von Funchal liegt die AIDA Nova, ein riesiges Kreuzfahrtschiff. Daneben liegen zahlreiche andere Kreuzfahrtschiffe, aber im Vergleich zur AIDA Nova sehen die alle winzig klein aus.

Weil ich in den Gärten sehr viel Zeit verbracht habe, bleibt nur noch Zeit für einen kleinen Programmpunkt. Und so lande ich im CR7, dem Cristiano Ronaldo Museum. Was von außen vielversprechend aussieht, entpuppt sich leider nur als eine Ansammlung von Pokalen, Auszeichnungen und Medaillen. Zwischendurch der Versuch das ganze durch lebensgroße Ronaldofiguren und Original Trikots aufzulockern. Ich hatte mir irgendwie mehr versprochen, mehr aus seinem Leben und seinem Weg zum Weltfußballer. Schade. Aber so in der Form ist das CR7 aus meiner Sicht nicht empfehlenswert. 

Eine von vielen Trophäen von Ronaldo. Insgesamt war das CR7 leider eine Enttäuschung.

Und dann ist ja auch noch Heiligabend. In der Hotel-Lobby gibt der ortsansässige Chor Weihnachtslieder auf Portugiesisch zum Besten, mit Akkordeon, Trommel und Rassel. Ich wusste gar nicht, dass die Weihnachtslieder, die wir nur so ganz besinnlich singen, auch schwungvoll dargeboten werden können. Das ist wirklich mal ein wunderschöner Einstieg in den Heiligabend.

Nach dem kulturellen Teil wird das Weihnachtsbuffet eröffnet. Ich kann mich nur so eben noch beherrschen, um nicht gleich mit dem Nachtisch zu beginnen …

Das Hotel ist nicht riesig groß, daher ist das alles recht familiär. 

Heute Abend werde ich dann voraussichtlich noch zur Christmette ins Dorf fahren. Denn da soll angeblich der besagte Chor nochmal singen. Davon werde ich dann aber erst morgen berichten.

Bom Natal! Frohe Weihnachten!

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