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Spiel des Lebens

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Seit einiger Zeit bin ich Abonnent von Sue Reindkes „Email für Dich“. Es sind einfach wunderbare Mails voll von Gedanken, die meine eigenen Gedanken schon vielfach angestoßen haben. Ich kann ihnen Sue Reindke wärmstens empfehlen.

In der letzten Mail ging es um Begabung und was man daraus macht. Sue zitiert einen Freund, der ihr sagte:

„Das Universum hat mir ziemlich tolle Karten in die Hand gedrückt, und ich habe das Gefühl, wenn ich in diesen Jahren gerade nicht alles heraushole, ist es so, als würde ich mich mit diesen Karten einfach nicht an den Tisch setzen, um mitzuspielen.“

Dieses erzeugte Bild mit den Spielkarten gefällt mir ausgesprochen gut. Diesen Gedanken kann man sehr schön weiterspinnen. Sehen wir unsere Begabungen als Spielkarten.

Ich hatte früher Tanten und Onkel, die immer sagten „Du kannst doch so schön dies und das, mach doch dies und das mal als Beruf“. Woher wollten die über meine Talente bescheid wissen? Keine Ahnung hatten die! Ich hatte meine Karten in der Hand, und wie es sich für einen guten Kartenspieler gehört, lässt man sich doch nicht in die Karten schauen. Und deswegen habe ich dann später auch etwas ganz anderes gemacht.

Später im Leben habe ich mir dann doch manchmal in die Karten schauen lassen. Zum Beispiel von Menschen, die ich sehr gern hatte oder gar geliebt habe. Einige haben das Wissen um meine Karten schamlos für sich ausgenutzt. Das war dann sehr verletzend als Verlierer dazustehen. Andere wiederum haben so getan, als ob sie mein Blatt nicht kennen und mit einem Blinzeln spielten sie ihre Karten dann so aus, dass es auch für mich von Vorteil war. Daraus habe ich gelernt und fortan sehr darauf geachtet wen ich in meine Karten schauen lasse und wen nicht.

In einigen Runden waren meine Karten schlecht. Ich dachte: „Mit so nem miesen Blatt kannst du hier nix reißen…“. Dann gab es zwei Möglichkeiten. Die erste: Man legt alle Karten ab und passt. Hin und wieder habe ich das getan. Ob es gut oder schlecht war, kann ich nicht genau sagen. Ich weiß ja auch nicht wie es ausgegangen wäre, wenn ich gespielt hätte. Wenn ich aber die zweite Möglichkeit in Betracht zog, nämlich einfach mal mein Glück mit diesen Karten zu versuchen, dann war das Ergebnis oft überraschend positiv.

Irgendwann bin ich auch mal an einen Falschspieler geraten. Zunächst war ich beeindruckt wie gut der alles so meistert und wie das Glück auf seiner Seite stand. Aber dann, durch eine kurze Unachtsamkeit seinerseits, weil er sich grade überheblich sicher fühlte in seinem Tun, da machte er einen Fehler und flog auf! Und dann hatte ich selbst plötzlich alle Trümpfe in der Hand.

Wir können die Karten, die uns das Leben zuspielt nicht oder nur wenig beeinflussen. Was wir aus diesem Kartenblatt machen können wir aber sehr wohl beeinflussen. Das Blatt einfach beleidigt auf den Tisch legen, die Runde passen, und auf ein besseres Blatt in der nächsten Runde hoffen ist eine Möglichkeit. Aber wenn wir es auch mit schlechten Blättern versuchen, dann können wir aus der Runde lernen und sind mit jeder Runde besser und um viele Erfahrungen reicher. Und am Ende gewinnen wir. Ganz sicher.

Und noch etwas ist wichtig: Wenn wir keine Lust mehr haben auf ein Kartenspiel, dann packen wir die Karten wieder zurück in die Schachtel, oder lassen die anderen alleine weiterspielen. Niemand ist gezwungen im Kartenspiel mitzuspielen, egal wie gut das Blatt gerade ist. Wenn wir glauben, dass uns ab jetzt Monopoly oder Mensch ärgere dich nicht besser gefällt, dann sollten wir in jedem Fall das Spiel wechseln. Ein Spiel zu spielen, das uns nicht gefällt, und wir es vielleicht nur mitspielen weil andere es für das richtige Spiel halten, macht unglücklich.

Also dann, in diesem Sinne, passen Sie auf mit wem Sie spielen, und spielen Sie nur etwas, das Sie auch selbst gerne spielen möchten.

Danke liebe Sue!

Warum ich gerne Wintersport kucke

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In diesen Tagen läuft ja viel Wintersport im Fernsehen. Ich war schon immer ein leidenschaftlicher Sportkucker. Sowohl live als auch im Fernsehen. Ich bin sehr gut darin mich für andere und über ihre sportlichen Leistungen zu freuen. Egal in welcher Disziplin.
Wintersport anzusehen finde ich besonders toll. Warum? Weil es so schön einfach ist. Man kann es so schön nebenbei anschauen. Bei vielen Sportarten musst Du am Ball bleiben. Mal eben aufs Klo gehen ist nicht. Ich weiß noch damals bei der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Nach dem 1:0 für Deutschland dachte ich, gut, jetzt kannze mal eben kurz auf Klo für Pippi. Nach ein paar Minuten kam ich zurück vor den Fernseher und traute meinen Augen kaum, 5:0 für Deutschland! So ein Mist! Einmal nur kurz pullern gewesen und das halbe Spiel dabei verpasst ….
Auch die Regeln sind bei vielen Sportarten komplizierter als beim Wintersport. Ständig wird da über Schiedsrichterentscheidungen diskutiert und ob es nun einen Videobeweis braucht oder nicht.
Ganz anders beim Wintersport. Da kannste mal eben die Wäsche aufhängen, und wenn Du wieder zurück bist wird regelmäßig eine Tabelle mit aktuellem Sachstand eingeblendet. So wirklich verpassen tut man da nix. OK, wenn zwischendurch spektakuläre Stürze sind oder neue Rekorde …. aber hey, das wird auch in jeder zweiten Zeitlupe dann nochmal gezeigt und analysiert. Und auch die Regeln sind denkbar einfach. Es geht einfach nur darum, wer als erstes ankommt oder wie weit er springt. Etwaige Tore im Schnee müssen ordnungsgemäß durchfahren werden, den Eiskanal darf man nicht über die Bande verlassen und ein Telemark am Ende sieht gut aus. Auch das Schießen beim Biathlon ist simpel: Weißer Punkt heißt getroffen, für jeden schwarzen Punkt ne extra Runde einlegen.
Es ist wunderbar entspannend und so herrlich unaufgeregt. Und noch ein Vorteil: Am Ende des Wettkampfes habe ich noch nie davon gehört, dass sich die Fans gegenseitig verprügelt haben, oder dass der Wettkampf unterbrochen werden musste, weil irgend so ein Idiot ein Bengalo gezündet hat.
Einen Nachteil hat die Übertragung von Wintersport am Wochenende allerdings: Die Sendung mit der Maus muss auf ARD den Wintersportathleten weichen. Deswegen freue ich mich dann auch irgendwann auf das Ende der ganzen Wintersportübertragungen.

#wmdedgt 1/2018

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Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Das frage ich mich oft selbst. Und daran scheint sich auch im neuen Jahr nichts zu ändern. Deshalb folge ich gerne weiterhin der Initiative von Frau Brüllen am 5. jeden Monats dem Tagebuchbloggen zu frönen.

Ich habe diese Woche noch Urlaub. Ansich ist das ganz schön, aber schöner wäre es wenn ich denn irgendwo in die Sonne geflogen wäre, wie die letzten Jahre auch. Urlaub daheim bedeutet meistens: Sachen machen, die schon länger auf sich warten lassen. So auch heute.

08:00 Uhr
Der Wecker klingelt und beim Aufstehen merke ich schon: Schon wieder ein Schnupfen im Anmarsch. Diesmal mit Halsschmerzen. Macht ja nix, war ja schließlich schon eineinhalb Wochen Schnupfenfrei.

08:15 Uhr
Frühstück. Heute nur süß, weil ich beim Einkaufen die Wurst vergessen habe. Kaffee mit Milch. Ei, mittel gekocht.

10:00 Uhr
Telefonat mit meinem Freund und Lieblingshotelbesitzer in Bad Heilbrunn. Das Hotel heißt „Hotel zum Zauberkabinett“, und der Name ist Programm. Ich hatte meinem Vater damals zum 60. Geburtstag dort ein verlängertes Wochenende geschenkt. Letztens meinte er, da könnte man ja mal wieder hin.
Also buche ich eine Woche für uns in meinem Lieblingshotel inklusive ein Abend mit „Zauberfondue“.
Ich freue mich jetzt sehr auf diese Woche, weil ich einerseits gerne dort bin und andererseits ich seit dem Tod meiner Mutter gerne Zeit mit meinem Vater verbringe.

11:30 Uhr
Ich begebe mich auf den Weg zu IKEA. Denn auch ein halbes Jahr nach meinem Umzug hängen überall noch schicke Colani-Design-Lampen unter der Decke.
Den Rest des Nachmittags verbringe ich mit der Installation diverser Beleuchtungseinrichtungen.

Biergartenbeleuchtung geht auch für im Bad.
Das selbst gebaute Palettenbett leuchtet jetzt romantisch aus dem Kopfteil.
Designlampe hinter Gittern für Schlummerlicht im Wohnzimmer.
Ausgedient: Schicke Lampen im Colani-Design.

19:00 Uhr
Ich mache mich auf den Weg zu Freunden zum Babysitten. An der Haustür fragende Blicke. Wir stellen alle fest, dass wir uns bezüglich des Tages missverstanden haben. Naja, wo ich schon mal da bin, bleibe ich zum Essen. Es gibt Lachs vom Grill. Superlecker. Wir quatschen und haben jede Menge Spaß.

22:30 Uhr
Wieder zuhause. Schnell noch einen Blogbeitrag schreiben und dann ab ins Bett.

Zwitscherhighlights im Dezember 2017

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Hallo 2018,

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sei gegrüßt und mach es Dir bequem. Dein Vorgänger war ganz schön wild, deswegen sehe ich etwas derangiert aus. Ich habe für Dich schon ein paar Dinge geplant. Zum Beispiel fahren wir im Sommer nach Berlin und nach Hamburg, um einen Triathlon zu bestreiten. Am Ende des Sommers fahren wir vermutlich mit meinem Vater in den Urlaub, worauf ich mich schon sehr freue. Beruflich habe ich auch schon das ein oder andere geplant. Wenn meine Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen ist, darf ich endlich mal wieder Truppenluft an der Basis in der Schlammzone schnuppern. Das wird ein riesiger Spaß.
Den Rest der Zeit darfst Du gerne verplanen. Aber lass es dabei bitte ruhig angehen. Es besteht kein Grund für Hektik. Lass uns neue Freunde kennenlernen und alte Freundschaften pflegen. Es reicht vollkommen aus, wenn wir uns nur mit Menschen abgeben, die wir gerne mögen. Und tu mir bitte den Gefallen, und hau mir nicht so feste auf die Schnauze wie Dein Vorgänger.

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